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Lichter 9. Kapitel Rav Kook

 

Der Krieg 9. Kapitel

Der Aufbau der heutigen Welt, zerschlagen vom erbitterten Wüten des blutigen Schwertes, erfordert die Wiederherstellung der israelischen Nation. Der Aufbau der Nation und die Enthüllung ihres Geistes, (Seele) sind ein und dasselbe, [...]

All dies kann man in der Seele der Versammlung Israels finden. Der Geist des Schöpfers wohnt darin in Seiner ganzen Größe, und für den Geist des Menschen, dessen Seele (Herz) darin schlägt, ist es unmöglich, zu dieser großen Stunde zu schweigen, ohne dass er all die in dieser Nation verborgenden Kräfte aufruft:

‚Erwacht, erhebt euch und übernehmt eure Verantwortung!‘ Die Stimme des Schöpfers ist laut und deutlich vernehmbar, und in der Tiefe unserer Seele und den Vorkommnissen in unserem Leben können wir sie erkennen: Israel muss die Quelle des Lebens enthüllen und sich treu und bereit zu seinem spirituellen Ruf stellen. Wie es in Deuteronomium 4:7 geschrieben steht „Denn welches Volk gibt es, das Götter hätte, ihm so nahe, wie der Ewige unser Gott, wann immer wir zu ihm rufen“?

Und es steht geschrieben (Yalkut Shimoni) „Eine Nation, die die Natur ihres Schöpfers kennt“.  [...] 

Und die Stunde ist gekommen, das Ewige Licht, das Wahre Licht des Schöpfers; das Licht des Gottes Israels, das durch Sein Volk durch Wunder enthüllt wird. In unserem Bewusstsein muss es enthüllt werden, und dieses Bewusstsein muss die Nation in ihrem Inneren durchdringen, damit sie die Macht der Einheit erkennen kann und den Schöpfer kennt, der in ihr wohnt.

Und wenn Israel erkennt, dass der Schöpfer bei ihm ist, dann wird es auch wissen, wie die Lebensquelle zu enthüllen ist und ihre Existenz in ihm auf ihrer Wahren Quelle einrichten. Der Aufruf galt nicht, aus fremden Quellen zu schöpfen, sondern aus seinen tiefen eigenen Brunnen.

Um aus der Tiefe seines Gebetes (sein=Israel) zu schöpfen, Leben aus dem Brunnen seiner Tora, Mut aus den Wurzeln seines Glaubens  [...] wie in Haggai geschrieben [2:4-5] „Denn ich bin bei euch, sagt der Ewige der Heerscharen, nach dem Wort, das ich mit euch eingegangen bin bei eurem Auszuge aus Mizrajim, und mein Geist bestehet in eurer Mitte. Fürchtet nichts“.  [...]  Die Segnungen Abrahams für alle Nationen werden in ganzer Macht und Enthüllung ausgelöst werden, und auf dieser Grundlage wird der Aufbau von Israel beginnen. Die jetzige Zerstörung ist die Vorbereitung für die neue Wiederauferstehung […] Um des Schöpfers willen, der weiter enthüllt und vergrößert wird.

 

600.000 Seelen

 Es heißt, dass es 600.000 Seelen gibt, und jede Seele teilt sich in mehrere Funken. Wir müssen nun verstehen, wie es für das Spirituelle möglich ist, sich zu teilen, da anfänglich nur eine Seele, die Seele von Adam haRishon geschaffen wurde.

 Meiner Meinung nach gibt es wirklich nur eine Seele in der Welt, wie es in Genesis 2:7 steht „Und blies den Odem des Lebens in seine Nasenlöcher“. Die gleiche Seele existiert in allen Kindern Israels, vollkommen, in allen, wie in Adam haRishon, da das Spirituelle unteilbar ist und nicht geteilt werden kann, dies ist eher ein Zeichen von physischen Dingen.

Dennoch wird gesagt, dass es 600.000 Seelen gibt und die Seelenfunken erscheinen, als ob sie durch die Kraft des Körpers von jeder Person geteilt sei. In anderen Worten, der Körper teilt und verweigert ihm vollständig das Strahlen der Seele, und durch die Kraft der Tora und Mizwa wird der Körper gereinigt und je nach dem Ausmaß der Reinigung scheint die allgemeine Seele auf ihn.  

Aus diesem Grund wurden zwei Unterscheidungen im Körper gemacht. In der ersten Unterscheidung fühlt man seine Seele als einziges Organ und versteht nicht, dass dies die Gesamtheit von Israel ist. Und dies ist wirklich ein Manko, denn es verursacht mit dem oben Erwähnten.

In der zweiten Unterscheidung scheint das Wahre Licht der Seele von Israel in all seiner leuchtenden Kraft nicht auf ihn, sondern nur teilweise, je nach dem Maß, in welchem er sich durch seine Rückkehr zur Gemeinschaft gereinigt hat.

The sign for the body’s complete correction is when one feels that one’s soul exists in the whole of Israel, in each and every one of them, for which he does not feel himself as an individual, for one depends on the other. At that time, he is complete, flawless, and the soul truly shines on him in its fullest power, as it appeared in Adam ha Rishon, as in “He who breathed, breathed from within Him.”

Ein Zeichen dafür, dass der Körper gänzliche Korrektur erhalten hat, ist, wenn man die Existenz der Seele in ganz Israel fühlt, in allen, denn er fühlt sich nicht mehr als Individuum, denn man ist von den anderen abhängig. Zu diesem Zeitpunkt ist er vollkommen, fehlerlos und die Seele scheint auf ihn wahrhaftig in ihrer ganzen Kraft, wie sie in Adam haRishon erscheint, wie in „Er, der atmete, atmete von Ihm aus“.

Dies ist die Bedeutung der drei Male eines Menschen:

  1. Ein Seelenfunken, die Handlung durch funkeln wie in verbieten und erlauben.
  2. Eine besondere Seele, ein Teil von 600.000. Dies bedeutet, dass ihr Körper nicht die gesamte Seele empfangen kann und fühlt sich bereits als etwas Besonderes, was ihm viel Liebesschmerz verursacht.

Danach nähert er sich der Vollkommenheit, der allgemeinen Seele, denn der Körper wurde gereinigt und ist gänzlich HaWaYaH gewidmet und stellt keine Maße und Schirme auf und ist ganz und gar in ganz Israel eingeschlossen.

Wir haben gelernt, dass, “wenn auch nur ein Mensch voller Reue vor seinen Meister tritt, der Messias sofort erscheinen würde“. Es scheint zu bedeuten, wie es im Lied der Lieder 1, heißt, „Moses ist gleich 600.000“. Wir müssen dies verstehen, dass es zweimal 600.000 Seelen gibt – die Seele von Moses und die Seele von Israel.

Doch in Wahrheit gibt es nur eine Seele, wie bekannt ist, je nach Ausmaß ein jeder Seele, die sich selbst von seinem Schmutz reinigt und säubert. Wenn dann alle Seelen korrigiert sind, werden sie die gesamte Höhere Seele von Azilut an sich ziehen, zu allen Seelen, denn das Spirituelle ist unteilbar. Zu dieser Zeit (Sacharja, 14:9): „Und der Ewige soll König auf der ganzen Erde sein“. Folglich wird die Ausdehnung von Kedusha (Heiligkeit) in jeder Seele von Israel fehlen, wenn auch nur einer einzigen Seele vollkommene Reinheit verweigert wird.

Wenn jedoch auch nur eine einzige Seele sich all ihren Schmutzes entledigen kann, wird sie auf sich selbst die gesamte Seele von Azilut ziehen und dadurch werden alle Seelen ihrer Generation vollkommen. Dies ist die Bedeutung von voneinander abhängig sein, wie es in Sanhedrin

Der Gehalt dieser Worte ist es unbestreitbar verwirrend, dass die Seele, die mit der Reinigung gewürdigt wurde, sofort danach strebt, die Gnade der Generation zu erhöhen und danach bittet, bis sie ihre gesamte Generation zu ihrem Verdienst erhoben hat.

Dies ist die Bedeutung von “Moses ist 600.000 Seelen gleich. Weil er ihr treuer Hirte war, besaß er die gleiche Kedusha (Heiligkeit), welche die gleiche Generation besaß.

In der Tat ist das Ganze in jedem einzelnen enthalten, da sich am Ende alle Seelen in einer   vereinen und dabei zu ihrer spirituellen Wurzel zurückkehren. Daher sollten alle Zeichen und Wunder und alle Reisen, die sie in den 6.000 Reisen in der Welt gemacht haben, von jeder Seele erlebt werden. Die gute Seele zieht von allen Aspekten der Kedusha bevor und danach an sich heran; und die böse Seele macht das Gegenteil.

Und die wechselnden Zeitalter werden Generationen genannt. Jede Generation jedoch verhält sich als ihr Richter, gemäß dem Geist, der sie urteilt, da sie zu der Zeit von der Kedusha erhält.

Aus diesem Grund ist die Seele bereit, die Seelen von Moses, Aaron, Samuel, David und Solomon in sich zu ziehen, wie zu den Zeiten, wo sie es erfährt. Während des Auszugs von Ägypten und des Empfangens der Tora, erscheint die Seele von Moses auf ihr; während der sieben Eroberungen, die Seelen von Joshua, und während des Tempelbaus die Seelen von König Solomon usw.

Dies bezieht sich nicht auf die oben-genannten Seelen im Besonderen, sondern nach der Regel, dass wir sagten, dass das Spirituelle unteilbar ist, und sobald man mit einer Seele belohnt wird, man auch der Seele von ganz Israel würdig ist, jedoch je nach seinem Verdienst und Platz. Wenn jemand nun zu dieser Zeit mit diesen Wundern belohnt wird, dann empfängt er in sich die Fülle der Seele in dieser Enthüllung, denn der Name dieser Enthüllung ist auf ihm

Und sie sagten (Shabbat, 67, Baba Mezia 113): “Alle aus Israel sind die Söhne des Königs. Ebenso aus (Jerusalem Talmud, Masechet Horaiot [Anleitungen], 3,5): „Ein König, der stirbt, alle aus Israel sind des Königtums würdig“. Das ist das große Geheimnis, denn in allen vorherigen Generationen, die nur die Vorbereitung für Malchut (Königtum) dienten, waren besondere Kelim (Gefäße) für das Salben ihrer Richter, wie zum Beispiel Moses und Samuel, notwendig. Aber der letztendliche Zweck hängt von ganz Israel ab, da, sollte auch nur ein winziger Teil fehlen, das es nicht zum Ende kommen kann. Daher sind alle von Israel des Königtums würdig, da jeder in seiner wahren Unterscheidung gleich ist“.

Aus diesem Grund gibt es kein besonderes Kli (Gefäß), diese Vollkommenheit anzuziehen, doch jeder, der seine Seele säubert und reinigt, damit sie für das Ausbreiten der Enthüllung von Malchut in der Welt würdig wird, wird wörtlich „König David“ genannt. Dies ist die Bedeutung von „David, König von Israel lebt wahrlich“, denn er ist tatsächlich nicht gestorben. Sein Kli befindet sich in jedermanns Seele von Israel. Anders ist es bei der Seele von Moses, die sowohl nur in den weisen Schülern in der Generation gefunden wird, als auch in Propheten und Priestern.

Dies ist die Bedeutung von (Jerusalem Talmud; Masechet Horaiot, 3,5)“Ein König der stirbt, alle von Israel sind des Königtums würdig“.  Das ist auch die Bedeutung davon, wenn man die Öffentlichkeit davon ausnimmt.

Dies ist die Bedeutung von (Sutah, 49): “Zuzeiten des Messias wird Chuzpa (Unverfrorenheit, Chuzpe) wachsen“, und (Jesaia, 3:5) „Und es erfrecht sich der Knabe gegen den Greis und der Geringe gegen den Geehrten“. Gemeint ist, dass auch ein unwürdiges Kind es wagt, Sein Königtum in dieser Welt auszubreiten, als ob es einer der Älteren und Ehrenhaften dieser Generation sei.  

Sollte der Unwürdige ebenfalls, jemand mit einer niedrigen und geringen Seele in seiner Wurzel, sein Herz darauf richten und seine Handlungen reinigen, dann wird auch er damit gewürdigt, die ganze Seele einer heiligen Nation in seiner Seele auszudehnen, mit all den Wundern, die die heilige Nation bisher erfahren durfte. Dies ist so, weil sie nur Vorbereitungen für diese Ganzheit darstellten.

Daher muss auch diese spezielle Seele alles erfahren und er wird seine Welt in einer Stunde kaufen, aufgrund dessen, dass es dieser Generation möglich war, die Krone Seines Königtums auszudehnen, die alles enthält: „Und alle brauchen den Besitzer der Nadeln und jedes Teil darin ist erforderlich“ (Berachot, 64, Baba Batra 145).

Dies ist die Bedeutung ihrer Worte: “Selbst wenn nur ein Mensch vor seinen Meister voller Reue tritt, würde der Messias sofort erscheinen“. Dies bedeutet, dass, wer auch immer dies war, auch wenn es nur ein Mensch in der Generation sein sollte, der es würdig war, diese Seele selbst auszudehnen, dieser seine gesamte Generation belohnen kann, denn alle, außer der Öffentlichkeit durch ihre Pflichten, sind dazu verpflichtet, und er kann viel beten und wacker standhalten, bis er seine gesamte Generation belohnen kann“.

Dies ist nicht so bei anderen Arten von Erlösung, die nur eine Form der Vorbereitungen waren und nicht jedem gehörten. Zum Beispiel gehört die Übergabe der Tora nur der Generation der Wüste und Moses. Und jede andere Generation, auch wenn sie es würdiger war, dehnte diese Unterscheidung nicht aus, noch tat es jemand anderes außer Moses, denn sie waren voneinander abhängig.

Der Messias ist jedoch für absolut jede Generation bereit. Und deswegen besteht für jeden die Möglichkeit, die Unterscheidung des Messias auszudehnen, wie in „Alle, die verpflichtet sind“, wie bereits oben erwähnt.

Und der Grund ist, dass die Salbungen mit der Korrektur der Kelim zu tun haben, und die Schilderung aller Kelim als gleichwertig, denn jegliche Trennung zwischen ihnen ist nur in ihren ChaBaD, gemäß ihrer Maßnahmen. Folglich sind alle, vom Minister, der das Gesicht des Königs sieht, bis zu demjenigen, der hinter dem Mahlstein sitzt, gleichwertige Diener, die die vorherige Glorie wieder herstellen, und insofern gibt es unter ihnen keine Stufen.

 

Ein Gebot

Derjenige, der ein einziges Gebot erfüllte- seines ist das Glück, denn er neigte sich selbst und die ganze Welt der Waagschale der Verdienste zu

Die Arbeit des Schöpfers und die Gebote erfüllt man nur des Schöpfers willen, lischma, was bedeutet- um dem Schöpfer Genuss zu bereiten. Doch es wurde bereits von den Weisen eingeführt, sich mit der Thora auch für sich, lo lischma, zu befassen, denn „von lo lischma kommt man zu lischma“.

Und ich sage, dass das erste und einzige Gebot, welches mit Sicherheit zur Absicht für den Schöpfer, lischma führt- es ist die Selbstauferlegung der Verpflichtung, nicht für sich zu arbeiten. Nur im Maße der Notwendigkeit, aber auch das nur in dem Maße wie es zur Unterhaltung der eigenen Existent ist. Und die ganze restliche Zeit soll derjenige für das Wohl der Gesellschaft arbeiten, für de Rettung der Erniedrigten, und jedes Geschöpf in der Welt bedarf der Rettung und des Wohls.

Dienst den Geschöpfen gemäß den Geboten des Schöpfers

            Dieses Gebot hat zwei Vorzüge: erstens muss jeder verstehen, dass er arbeitet, weil die ganze Menschheit mit seiner Arbeit einverstanden ist und sie bestätigt hat; und zweitens- möglicherweise wird dieses Gebot ihn besser auf den Übergang zur Erfüllung von Thora und Mizwot für den Schöpfer vorbereiten, da diese Vorbereitung eine der Komponenten des Ziels ist. Denn indem der Mensch sich schult, für die anderen zu arbeiten, d.h. zu ihrem Wohl und nicht für sich, geht er allmählich zur Bereitschaft über, die Gebote des Schöpfers mit Einhaltung dieser erwünschten Bedingung zu erfüllen- für den Schöpfer, und nicht für sich. Dabei ist klar, dass die Absicht es sein soll, die Gebote des Schöpfers zu erfüllen.

Der Teil der Thora, welcher die Beziehung zwischen dem Menschen und seinem Freund betrifft

In der Thora gibt es zwei Teile: der erste betrifft die Beziehungen zwischen dem Menschen und dem Schöpfer, und der zweite- die Beziehungen zwischen dem Menschen und seinem Freund. Und ich rufe euch auf, euch immerzu mit den Beziehungen zwischen dem Menschen und seinem Freund zu befassen, denn dadurch werdet ihr auch in dem, was die Beziehungen zwischen dem Menschen und dem Schöpfer betrifft, Fertigkeiten erlangen.  

Rede, Gedanke, Handlung

Jede Arbeit muss in sich einschließen: einen Gedanken, die Rede und die Handlung.

Wir erläuterten bereits einen Teil dieses einen Gebotes, welches mit der Handlung verbunden ist, gemäß welcher der Mensch auf sich die Verpflichtung nehmen muss, seine ganze freie Zeit dem Dienst den Geschöpfen der Welt zu widmen. Der Gedanke ist in diesem Gebot ist in größerem Maße grundlegend als in Sondergeboten, welche die Beziehungen zwischen dem Menschen und dem Schöpfer betreffen. Die Handlung an sich beweist die Absicht, zeigt, dass sie für den Schöpfer ist, da sie nur auf den Schöpfer ausgerichtet ist.

Doch die Gebote, welche die Beziehungen zwischen dem Menschen und seinem Freund betreffen, erfüllt man ausgehend von sich selbst, aus dem menschlichen Gewissen heraus, welches die Menschen dazu verpflichtet, so zu handeln. Doch wenn du die Gebote aus diesem Grund erfüllst, dann tust du natürlich nichts dadurch. D.h. solche Handlungen werden zu keiner Nähe mit dem Schöpfer führen, zu wahrer Arbeit für den Schöpfer. Und daher muss sich jeder gedanklich vorstellen, dass er all das tut, um dem Schöpfer Genuss zu bereiten, um Ihm ähnlich zu werden: wie Er gütig ist, so bin auch ich gütig, wie Er immer Gutes tut, so auch ich. Und solch eine Vorstellung, verbunden mit guten Handlungen, wird den Menschen dem Schöpfer so annähern, dass seine Eigenschaften dem Spirituellen gleich werden, dem Material des Stempels, und er wird bereit, die wahre höhere Fülle zu erhalten.

Und „Rede“ bedeutet das Gebet, welches wir während der Arbeit, zur bestimmten zeit sprechen. Wir beten, dass der Schöpfer unser Herz vom Empfangen zum Geben wenden würde, und studieren die Thora und das, was dorthin führt.  

Unbewusstes Erfreuen des Schöpfers

            Die Welt soll nicht hoffen, dass eine Zeit kommen und eine Lösung auftauchen wird, sodass sie die Arbeit des Schöpfers „lischma“ beginnen können werden. Sowohl in Vergangenheit, als auch jetzt und in der Zukunft wird jeder, der für den Schöpfer arbeitet, die Arbeit bei „lo lischma“ beginnen müssen, und von ihr wird er zu „lischma“ übergehen. Und der Weg zu dieser Stufe ist nicht zeitlich begrenzt. Er hängt nur von der Bereitschaft des Menschen ab, vom Grad seiner Macht über seinem Herzen. Und daher fielen viele und werden noch fallen, während sie sich damit für sich, „lo lischma“ beschäftigen, und werden sterben, ohne Weisheit zu erreichen. Doch damit einher groß ist ihre Belohnung, denn der menschliche Gedanke ist nicht fähig, die Bedeutung davon zu erfassen, dem Schöpfer Genuss zu bereiten. Und sogar einer, der dies ohne die Einhaltung jener Bedingung tut, da er sich noch nicht zur Erfüllung der Gebote auf eine andere Weise eignet, bereitet dem Schöpfer ebenfalls Genuss. Und das heißt- „unbewusst“.

Die prophetische Wahrheit in der körperlichen Dimension

            Es besteht kein Zweifel, dass die Fülle der Prophezeiung in solchen Verbindungen von Buchstaben aufgenommen werden muss, die sich am besten für Anfänger eignen. D.h. sie muss den akuten Interessen der Generation entsprechen, da man nur dann sicher sein kann, dass das Wort des Schöpfers von der Generation in Form von „lo lischma“ aufgenommen wird, weil der Schöpfer sie auf keine andere Weise vorbereitet hat. Und daher besteht das Merkmal eines wahren Propheten darin, dass sich seine Prophetie in höchsten Maße für die Erreichung des körperlichen Erfolges der Menschen seiner Generation eignet, da die Annäherung des körperlichen Erfolges die Wahrhaftigkeit der Prophetie bestätigt, da nun tatsächlich der Weg zur Aufnahme geöffnet wurde.

Die Verpflichtung, 613 Gebote zu erfüllen

            Die 613 Gebote stellen Namen des Schöpfers dar. Das ist die persönliche Führung (Leitung) eines jeden, der sich dem Empfangen der Göttlichen Fülle nähert. Und jeder Mensch, ohne Ausnahme, muss sie alle passieren. Und daher streben die Vollkommenen aus allen Kräften danach, sie zu erfüllen, bis in die materiellen Zweige, wie es geschrieben steht: „Überall, wo Mein Name erwähnt werden wird, werde Ich kommen und dich segnen“.

Wahre Weisheit

            Die Vorgänger haben für sich den individuellen Weg gewählt, und ich wählte den allgemeinen Weg, da ich es für passender halte, alles, was den Schöpfer betrifft, in der Verbindung ewiger Buchstaben zu verwirklichen, die sich niemals verändern werden. Ich will sagen, dass sich auch der körperliche Erfolg nirgends und niemals verändern wird, und daher sind meine Worte beschränkt.

            Aus diesem Grunde war ich gezwungen, das Spirituelle in allgemeiner Form auszudrücken. Doch in diesen Rahmen habe ich beschlossen, alle spirituellen Details und ihre Verbindungen zu erläutern, bis in solche kleinsten Details, die keine anderen Grundlage und Quelle außer dieser allgemeinen Form haben, d.h. der Reinheit des Empfangens. Und weil ich spirituelle Substanzen ohne ihre Einkleidung in eine materielle Hülle erläutere, wird das zur Entwicklung der Erkenntnis sehr nützlich sein. Und diese Wissenschaft wird als wahre Weisheit bezeichnet.

Prophetie

            In der Prophetie kann es weder Fehler noch Lüge geben, denn wie kann es zu einem Fehler kommen, wenn die Erörterung der Wahrheit vom Schöpfer ausgeht? Zweifellos fallen Regen und Schnee vom Himmel auf die Erde und werden nicht zurückkehren, bevor sie nicht das ihnen auferlegte erfüllen. Doch damit einher murr man den Empfänger unterscheiden, d.h. die Erde. Wenn man sie dadurch vorbereitet, dass man sie von Steinen befreit, pflügt usw., wird sie fähig sein, mehr zu empfangen als die unbearbeitete Erde. Alles hängt von der Vorbereitung ab.

            Und so existiert natürlich ein Unterschied unter den empfangenden Propheten: unter ihnen gibt es keine Menschen mit gleicher Stufe der Erkenntnis, und ob diese hoch oder niedrig ist, hängt von ihrer Vorbereitung ab. Wenn die Größe des Propheten geringfügig ist, aufgrund unzureichender Vorbereitung, dann wird das Licht auf dem Weg zu ihm natürlich etwas einbüßen, als dass man sagen könnte, dass das Licht der Prophetie keinen Fehler hat. Doch seine geringfügige Größe führt zur Entstehung einer Vielzahl an Buchstabenverbindungen, welche Kanäle und Kelim darstellen, bis die Prophetie schließlich zu ihm in Form von Erkenntnis gerät.

Der Erfolg der Prophetie liegt in der Schnelligkeit

Ungeachtet der Tatsache, dass sich am Ende im erwünschten Erfolg die ganze Wahrheit offenbart, die in der Prophetie enthalten ist, verlängert jedoch ein Prophet, der hinsichtlich seiner Größe gering ist, den Weg seiner Prophetie zu den Menschen, welchen sie geschickt wurde. Bei einem Prophet großer Größe dagegen, der eine umfassendere Vorbereitung hat, wird es zu keiner Abneigung des Lichtes kommen. Und daher vergrößert sich nicht die Anzahl von Kanälen und Kelim, und seine Prophetie ist eine klare und kurze, und wird leicht und schnell von jenen empfangen, für die sie bestimmt ist.      

Es ist möglich, dass ein hinsichtlich seiner Größe Kleiner mehr Erfolg hat als ein Großer

Gemäß dem Gesagten ist es möglich, dass der kleinste von Propheten hinsichtlich der Schnelligkeit seiner Prophetie mehr Erfolg haben wird, als der größte der Propheten. Der Grund dafür besteht darin, dass es den vorausgehenden enthüllten Propheten auferlegt wurde, ihm den Weg zu bahnen. Es ist klar, dass es auch von der Entwicklung derer abhängt, die seiner Prophetie zuhören, da es zur Aufnahme von Kurzem und Klaren einer entwickeltere Generation bedarf, die fähig wäre, sie zu verstehen. Und kraft dieser zwei Ursachen kann Einer, der hinsichtlich der Größe kleiner ist, unermesslich mehr Erfolg haben als ein Großer.

Geheimnis der Prophetie der Generationen

Ungeachtet der Tatsache, dass Moses die Thora und die Gesetze für alle Generationen annahm, sodass es keinen Propheten gibt, der das Recht hätte, dem etwas hinzuzufügen, ist dennoch die Prophetie, die ihm gegeben wurde, zeitbeschränkt. Denn wenn die Prophetie von Moses für immer ausreichen würde, wozu würde der Schöpfer noch Propheten schicken? Zweifellos erstreckte sich die Wirkung der Prophetie Moses’ auf einen gewissen Zeitraum, und nach kurzer Zeit entsandte der Schöpfer einen anderen Propheten, das Begonnene fortzuführen und abzuschließen.

Und natürlich gibt es keinen Propheten, der das Recht hätte, etwas hinzuzufügen oder zu vermindern. Denn wenn ich solch ein Recht besäße, dass würde dies bedeuten, dass es dem vorausgehenden Propheten an etwas mangelte, und das vom Schöpfer ausgehende ist immer vollkommen, wie es heißt: „Ich bin der Erste und Ich der Letzte“. Die ganze Rolle der nachfolgenden Propheten besteht darin, jene Prophetie für die Generationen weiterzuführen, die nicht mehr in der Lage sind, vom Ersten aufzunehmen.

Und der letzte Prophet ist Maschiach (Messias), der alles abschließt, doch natürlich hat auch er kein Recht, etwas hinzuzufügen oder zu vermindern. Sein Erfolg wird ein noch größerer sein, da die ganze Generation bereits zur Rezeption dessen was er sagt vorbereitet sein wird, und auf diese Weise werden sie zur Vollkommenheit gelangen. Und dies aus zweierlei Gründen: entweder wegen ihrer Größe, oder wegen der Menschen ihrer Generation, oder wegen beidem zusammen.

Grundlage des prophetischen Erfolges

Die Grundlage des prophetischen Erfolges besteht darin, dass er {der Prophet} das Höhere Licht an jene weiterführt, die sich unten befinden. Und derjenige, der es am tiefsten nach unten weiterleitete, gilt als der erfolgreichste. Dabei werden die Begriffe von weiter oben und weiter unten hinsichtlich des Geistes und des körperlichen Wohls bewertet, da das Körperliche, welches mithilfe der Prophetie erreicht wurde, jener Punkt ist, der die Menschheit unterhält. Und es ist bekannt, dass die hauptsächliche Schwierigkeit in der Arbeit des Schöpfers die erste Stütze ist.

Allgemeine Kraft und individuelle Kraft

Ihre Vereinigung ist das Geheimnis der Vereinigung des Schöpfers und der Schechina. Die individuelle Kraft ist das Verbot des Empfangens sogar zu einem Mindestmaß. Die allgemeine Kraft ist das Wachstum des Gebens, bis er schließlich beginnt, es von ganzer Seele und aus allen Kräften zu tun.   

 
 

Auf dem Weg der Wahrheit gehen

 

Rabbi Yehuda Ashlag, aus dem Buch „Frucht des Weisen“, Band „Briefe“,

Brief 17 aus dem Jahr 1925

Ich möchte über den Sinn der Arbeit in der mittleren Linie schreiben. Es ist wichtig, sich immer auf die linke und die rechte Linie zu stützen. Denn es gibt Fälle, in denen „sich fortzubewegen schlimmer ist, als faul dazusitzen“ (oder „Ruhen der Fortbewegung vorzuziehen ist“), um den Weg nicht zu verlieren. Denn der Weg der Wahrheit ist eine äußerst schmale Linie, deren Treppen man aufwärts steigt, bis man den königlichen Palast erreicht. Und jeder, dessen Weg am Anfang der Linie begann, soll sich davor hüten, nach links oder rechts von der Linie abzuweichen, wenn auch nur um eine Haaresbreite. Wenn seine Abweichung um eine Haaresbreite am Anfang ist, und er weiter auf der richtigen Gerade voranschreitet, wird er unter keinen Umständen den königlichen Palast erreichen können, weil er von Anfang an nicht die richtige Linie bewahrt hat.

Der Sinn der mittleren Linie besteht in der Erfüllung der Bedingung: „Die Tora, der Schöpfer und Israel sind Eins“. Denn das Ziel des Einzuges der Seele in den Körper besteht darin, dass diese, in einen Körper gehüllt, zu ihrer wahren Wurzel zurückkehrt und mit dem Schöpfer verschmilzt; denn es steht geschrieben: „Schließt euren Schöpfer in eure Herzen ein, geht Seine Wege, bewahrt Seine Gebote, verschmelzt mit Ihm.“ Daran erkennt man, dass das Ende des Weges in den Worten „verschmelzt mit Ihm“ besteht, das heißt so wie es vor der Einkleidung in den Körper war.

Man braucht aber eine gründliche Vorbereitung, die im Gehen auf allen Wegen des Schöpfers besteht. Und wem sind Seine Wege bekannt? Das ist „die Tora, die aus 613 Lichtern besteht“, denn, wer diesen folgt, korrigiert sich selbst so weit, dass sein Körper [= seine Verlangen] keine eiserne Mauer mehr zwischen dem Menschen und dem Schöpfer bildet. Denn darin besteht der Sinn der Aussage: „So habe ich das steinerne Herz von eurem Fleisch getrennt.“ Und dann verschmelzt ihr mit eurem Schöpfer - genau so war eure Verschmelzung mit Ihm, bevor sich die Seele in den Körper kleidete.

Wir finden, dass drei Aspekte existieren:

1.      Israel – welches sich bemüht, zum Schöpfer zurückzukehren

2.      der Schöpfer – die Wurzel, zu der alles strebt

3.      der Aspekt der 613 Lichter der Tora – die man Gewürze nennt, mit deren Hilfe die Seele und der Körper gereinigt werden.

Denn es steht geschrieben: „Ich habe den Bösen Trieb geschaffen und die Tora als Gewürz dazu.“

Doch alle drei Teile sind in Wirklichkeit ein Ganzes und als solches sieht sie jeder Erkennende am Ende des Weges, als einen Aspekt „Echad, Yachid, Meyuchad“ (Eins, Einzig, Besonders). Dass sie als drei Teile wahrgenommen werden, ist nur wegen der unvollkommenen Arbeit für den Schöpfer.

Ich verdeutliche es ein wenig, aber nur von einer Seite her, denn die andere erfährst du während der Offenbarung des Schöpfers dir gegenüber – die Seele ist ein Teil des Schöpfers, von Oben eingegeben.

Vor ihrem Abstieg in den Körper ist sie mit Ihm verbunden, wie der Zweig mit der Wurzel. Wie das Buch “Ez Chaim“ besagt, hat der Schöpfer die Welten erschaffen, weil es Sein Wunsch war, Seine heilige Namen „Barmherziger und Gütiger“ usw., zu offenbaren. Denn gäbe es keine Geschöpfe, wem hätte er seine Barmherzigkeit offenbaren können? … Tiefsinnig sind Seine Begriffe….

Soweit die Feder zulässt, es zu beschreiben, „stellt die ganze Tora Seine Namen dar“. So sagen es die Weisen. Das Zeichen der Höheren Führung ist: “Allem, was wir nicht erkennen können, vermögen wir keinen Namen zu geben.“ Denn all diese Namen sind die Belohnung der Seele, die nicht nach ihrem Willen in einen Körper herabsteigt, und gerade mit Hilfe des Körpers die Möglichkeit bekommt, die Namen des Schöpfers zu erkennen. Und gemäß ihrer Erkenntnis ist das Niveau (die Stufe) der Seele. Nach der Regel: “Das Leben eines geistigen Objektes wird durch das Maß seiner Erkenntnis bestimmt.“ Ein materielles Lebewesen nimmt sich selbst wahr, weil es aus dem Verstand und der Materie besteht. Deswegen ist das Empfinden des Spirituellen - das Wissen, und das spirituelle Niveau - das Maß des Wissens, denn es steht geschrieben: „Nach seinem Verstand sei der Mann gelobt.“ Ein Tier dagegen weiß, statt zu empfinden.

Und begreife den Preis, den die Seele bekommt: Vor ihrem Abstieg in den Körper war sie klein, wie ein Punkt, obschon mit ihrer Wurzel vereint, wie der Zweig eines Baumes. Dieser Punkt wird „Wurzel der Seele und ihrer Welt“ genannt. Wenn sie nicht in den Körper dieser Welt abgestiegen wäre, hätte sie nicht mehr als diesen Punkt gehabt, also ihr Maß in der Wurzel.

Und wenn sie dessen würdig wird, immer weiter den Weg des Schöpfers zu gehen, also den 613 Lichtern zu folgen, die sich in die Namen des Schöpfers verwandeln, steigt ihr Niveau entsprechend des Erkennens der Namen.

Darin besteht der Sinn der Aussage, dass der Schöpfer für jeden Gerechten 310 Welten bereit hält (310 ist die Zahlenbedeutung des Worts „Schai“ – „Geschenk“ auf Hebräisch). Die Seele besteht aus zwei Gerechten – dem Höheren und dem Unteren, so wie der Körper in Ober- und Unterkörper geteilt ist (auf dem Niveau von Tabur - Bauchnabel). Deswegen wird sie der schriftlichen und der mündlichen Tora würdig, denn jede besteht aus 310, was zusammen 620 ergibt, was 613 Geboten der Tora und 7 Geboten der Weisen entspricht.

Auf Grund dessen steht es im Buch „Ez Chaim“, dass alle Welten nur deswegen geschaffen wurden, damit die Namen des Schöpfers erkannt werden. Daraus wird deutlich, dass die Seele dadurch, dass sie herabgestiegen und in stinkende Materie gekleidet wurde, nicht mehr zu ihrer Wurzel in der Form zurückkehren konnte, in der sie vor ihrem Abstieg in „Diese Welt“ (Olam haSe) existiert hat. Sie ist verpflichtet, ihr Niveau im Vergleich zu dem, was sie in der Wurzel war, 620fach zu erhöhen, was zu ihrer Vollkommenheit führt, zum Licht aller Lichter NaRaNChaY (Nefesh, Ruach, Neshama, Chaja, Yechida), bis zum Licht Yechida. Deswegen wird YechidaKeter“ genannt, weil ihre Gematria, wie die des Wortes Keter, der Zahl 620 entspricht.

Daraus erkennen wir, dass alle 620 Namen (613 Gebote der Tora und 7 Gebote der Weisen) im Grunde 5 Teile der Seele sind, NaRaNChaY, da die Gefäße von NaRaNChaY die 620 Gebote sind und die Lichter von NaRaNChaY das Licht der Tora darstellen, das sich in jedem Gebot befindet. So kommt es, dass die Tora und die Seele ein und dasselbe sind.

Der Schöpfer aber ist das Licht der Unendlichkeit, das in das Licht der Tora gekleidet ist, welches sich in den 620 Geboten befindet. Und darin besteht der Sinn der Aussage: „Die ganze Tora stellt Namen des Schöpfers dar“, wobei der Schöpfer der Zusammensetzende und die 620 Namen einzelne Teile sind, also Schritte und Stufen der Seele, weil die Seele das ganze Licht Schritt für Schritt stufenweise empfängt.

Aus dem oben Gesagten resultiert, dass das Ziel der Seele darin besteht, alle 620 Namen zu erkennen und eine Stufe zu erlangen, die 620mal größer ist, als sie es vor ihrem Abstieg in den Körper war. Dabei besteht ihr Niveau (ihre Stufe) aus 620 Geboten, in die das Licht der Tora gekleidet ist. Der Schöpfer ist das allgemeine Licht der Tora; daraus folgt, dass „die Tora, der Schöpfer und Israel Eins sind.“

Vor der Einbeziehung in die Arbeit des Schöpfers sehen also die Tora, der Schöpfer und Israel wie drei verschiedene Arbeiten aus:

·         Manchmal strebt der Mensch nach der Rückkehr der Seele zu ihrer Wurzel, das nennt man Israel.

·         Manchmal strebt er danach, die Wege des Schöpfers und die Geheimnisse der Tora zu erkennen, da „man ohne die Gebote zu kennen, die Arbeit nicht antreten darf“, was wir die Tora nennen.

·         Manchmal strebt er danach, den Schöpfer zu verinnerlichen, das heißt nach der Verschmelzung und der kompletten Erkenntnis des Schöpfers, und nur das wünscht er sich, und nicht die Geheimnisse der Tora zu erkennen und die Seele zu ihrer Wurzel zurückzuführen, wo sie sich vor dem Abstieg in den Körper befand.

Deswegen muss jeder, der die wahre Linie in der Arbeit des Schöpfers geht, sich ständig überprüfen: ob er alle Teile der Arbeit genau gleich anstrebt, weil das Ende der Handlung seinem Anfang gleicht. Wer einen Teil mehr anstrebt, als die anderen, weicht von der Geraden ab.

Wer das Ziel ansteuert, soll das Begreifen der Wege des Schöpfers und der Geheimnisse der Tora anstreben, denn dies ist das sicherste Mittel, auf der wahren Linie zu bleiben.

Deswegen steht geschrieben: „Öffnet mir einen Spalt so groß wie ein Nadelöhr und ich werde für euch höhere Tore öffnen.“ Das Nadelöhr ist nur für die Arbeit bestimmt. Wer nur die Erkenntnis des Schöpfers anstrebt, nur der Arbeit wegen, dem öffnet der Schöpfer das Tor der Welt. Wie es geschrieben steht:

“Und die Erde wird sich mit der Ehre des Schöpfers füllen.“
 
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