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1.) Kabbala 2.) Studium 3.) Gesellschaft 4.) Mensch 5.) Frauen 6.) Geschichte 7.) Religion & Spiritualität 8.) Naturwissenschaft & Medizin 9.) (Virtuelle) Gruppe 1.) Kabbala: - Was ist die Wissenschaft der Kabbala? Die Wissenschaft der Kabbala ist eine Methodik der Enthüllung einer einzigen, das ganze Universum lenkenden, höheren Kraft, für jeden Bewohner dieser Welt. - Kabbala ist eine Wissenschaft vom Empfang des Genusses, wozu sollte ich ihn empfangen, ich genieße auch so? Die Kabbala ist berufen, dem Menschen die Antwort auf die Frage nach dem Grund seiner Leiden, seines Gefühls von Leere und Unzufriedenheit zu beantworten. Wenn der Mensch diese Frage nicht hat, dann braucht er die Kabbala nicht. Zur Wissenschaft der Kabbala kommt man mit der Frage: „Was ist der Sinn meines Lebens?" - und bekommt eben darauf eine Antwort, durch die Enthüllung des Sinns des Universums und eines jeden Menschen darin. - Wozu sollte ich Kabbala studieren? Das Studium des Wissenschaft der Kabbala erlaubt es dem Menschen, die Frage nach Ursache und Zweck seiner Existenz zu beantworten, seinen Platz im Universum zu bestimmen, nach einer Untersuchung aller möglichen Entscheidungen die beste zu treffen und seinen Zustand zum Besten zu verändern. - Was studiert die Wissenschaft der Kabbala? Die Wissenschaft der Kabbala studiert die Quelle, den Entwicklungsprozess und den Aufbau des Universums, seine kausale Basis, den Zweck, den Platz des Menschen darin, sowie die praktische Anwendung dieser Kenntnisse in der Lösung der Frage nach der Aufgabe des Menschen in der Welt....nach oben 2.) Studium: - Welche Methoden werden im Studienprozess verwendet? Das Studium verläuft nach klassischen kabbalistischen Quellen: das Buch der Schöpfung, das Buch Sohar, die Werke von Ari, die Werke von Baal HaSulam und Rabasch. Der gesamte Unterricht, alle Lektionen werden in dem für alle zugänglichen System des Internets in acht Sprachen übertragen: Hebräisch, Russisch, Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Polnisch in Simultanübersetzung. - Worauf ist die Methodik aufgebaut? Im Verlauf des Studiums des Aufbaus höherer Welten, beginnt der Schüler allmählich, deren Struktur und Form, Charakter und Eigenschaften wahrzunehmen. Das gleicht der Art und Weise, wie alle praktischen Fertigkeiten in unserer Welt erlangt werden, wenn Gewohnheit und Übung im Menschen eine Möglichkeit kreieren, wahrzunehmen, was er zuvor nicht wahrgenommen hat, was ihm entgangen war, wenn sie selbst im Studierenden Voraussetzungen dafür schaffen, um die von modernen Menschen nicht gefühlte feinere Schicht des Universums zu verspüren, wahrzunehmen, die sich außerhalb, um unsere gefühlte Welt herum befindet. - Welches Resultat gibt die Lesung des Materials in einer Gruppe? Das Studium des Materials in einer Gruppe kreiert in jedem, der in der Gruppe studiert, in Abhängigkeit von seiner Verbindung mit der Gruppe, eine größere Empfänglichkeit zur Erhöhung der Empfindlichkeit gegenüber feinen Vibrationen des Universums. Man muss anmerken, dass der Student im Verlauf des Studiums sozusagen ein neues Sinnesorgan erlangt, welches ihm eine zusätzliche äußere Sphäre um die von uns empfundene Welt herum enthüllt. In dieser Sphäre entstehen alle zukünftigen Ereignisse, die später in unsere Welt hinabsteigen, und auch alle unsere Handlungen in dieser Welt werden in dieser äußeren Dimension fixiert und bestimmen zukünftige Ereignisse. Auf diese Weise erlaubt es der Erwerb einer reellen Empfindung der äußeren, höheren Informationsschicht dem Empfindenden, richtig zu handeln, zu für sich besseren und komfortablen Zuständen zu gelangen. - Warum baut die kabbalistische Methodik auf einer Gruppen-Herangehensweise, warum kann man sich nicht individuell entwickeln? Um in sich die Möglichkeit von feinen Empfindungen zu entwickeln, ist eine Konzentration der Aufmerksamkeit auf dieses Ziel während des Studiums notwendig, Kommilitonen helfen einander durch ihre Anwesenheit und Teilnahme. - Wie viel Zeit ist erforderlich, um ein sechstes Sinnesorgan zu entwickeln? Baal HaSulam behauptet in der „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot", dass dafür eine Dauer von drei bis fünf Jahren notwendig ist. Man muss hinzufügen, dass das möglich ist, wenn der Student seinerseits alle Bedingungen für den richtigen Forschritt kreiert. Abhängig vom Fleiß, kann diese Dauer in der Gegenwart auch verkürzt werden. Doch die Praxis zeigt, dass dafür dennoch bei günstigen Bedingungen eine Dauer von 7-10 Jahren notwendig ist. - Können Sie sagen, wie viele Menschen, die Kabbala studieren, wie viele von Ihren Schülern in das Spirituelle ausgetreten sind, ihre Namen? Unter meinen Schülern gibt es solche. Genaueres zu sagen habe ich kein Recht. - Muss ein Mensch, der Kabbala studiert, sich nur in dieser Richtung entwickeln? Treten Begriffe von Karriere und Professionalismus in den Hintergrund? Oder ist es ein gewisses Universal, welches in sich sehr organisch alle Elemente des sozialen Wesens vereinen und dabei ein sehr hohes spirituelles Subjekt sein kann - „ein Erfolgsmensch" in sehr tiefem Sinn dieses Worts. Möglicherweise ist ein in dieser Welt erfolgreicher Mensch für die Kabbala verloren. Oder ist er nützlich? Jede Beschäftigung des Menschen in dieser Welt wird nach dem für die Menschheit nützlichen Ergebnis bewertet. Da alle Handlungen des Menschen egoistisch erzwungen sind und es an ihnen nichts Nützliches gibt, außer der Tatsache, dass der Mensch im Endeffekt ihre Nutzlosigkeit enthüllen und zur Lösung der Korrektur gelangen wird, stellt sich heraus, dass der Kabbalist der einzige nützliche Mensch in unserer Welt ist, weil er durch seine Handlungen, Korrekturen in unsere Welt das höhere Licht heranzieht, welches Wohl und Überfluss bringt. Die Kabbala ruft den Menschen dazu auf, im Rahmen unserer Welt seine Bürgerpflicht zu erfüllen, zu arbeiten, eine Familie zu haben, der Gesellschaft zu dienen. Doch dabei als seine Bestrebung, sein Ziel die spirituelle Erhebung bis zum Schöpfungsziel zu setzen, bis zur Ursache seiner Erscheinung in dieser Welt. In diesem Fall braucht der Mensch nicht mehr in diese Welt hinabzusteigen. - Die Verstärkung des Egoismus, die Erweiterung des Wunschhorizontes bei denjenigen, die Kabbala studieren: und wo ist hier die regulierende Komponente, ein gewisser zurückhaltender Faktor? Denn ohne diese Regulatoren kann sich der Mensch in ein unmoralisches und sozial gefährliches Subjekt verwandeln. Der Egoismus könnte sich unendlich verstärken, doch weil je größer er ist, sich umso klarer die Unmöglichkeit von dessen Befriedigung offenbart, kommt es zu einem kritischen Punkt seiner Entwicklung, wenn den Inhabern des Egoismus selbst klar wird, dass der Egoismus schädlich ist. Von diesem Moment an ist die weitere Entwicklung des Egoismus problematisch: der Mensch beginnt bereits, darüber nachzudenken, wie er ihn in seiner Gestalt verändern kann, um die Möglichkeit zu erlangen, ihn wenigstens in irgendeinem Maße zu erfüllen. Und dann tritt auch die volle Enttäuschung im Egoismus als dem Mittel zur Erfüllung ein, und die Suche geht bereits hinter seine Grenzen. Doch solange die Undurchführbarkeit der egoistischen Erfüllung nicht enthüllt ist, sind gefährliche und unmoralische Taten von Egoisten, Völkern, Staaten möglich. - Dem Zustand der Erfüllung geht der Zustand der Leere voraus. Wie kann man im Zustand der Leere „nicht abreißen" und nach dem höheren Ziel „greifen", d.h. in der Empfindung, dass „ich nichts habe" dazu kommen, dass „ich nichts empfangen will", denn das ist doch aus der Sicht des Egoismus unmöglich? Im Zustand von Entrückung, Leere, dem Gefühl von Ausweglosigkeit kann der Mensch seine spirituelle Ausrichtung nur dann fortsetzen, wenn er: - In sich Gewohnheiten schafft, die von ihm Taten fordern werden, weil sie sozusagen zu seiner zweiten Natur wurden;
- Um sich herum eine entsprechende Umwelt kreiert, die ihn ständig im Zustand von spiritueller Inspiration und Ausrichtung zum Ziel hält;
- Systematischen Unterricht hat, dem er beizuwohnen verpflichtet ist etc.
- Sind in der Fortbewegung zum Spirituellen bestimmte Eigenschaften der menschlichen Seele von Bedeutung, d.h. ist es möglich, ohne vorherige spirituelle Erfahrung und spirituelle Vorzüge zu haben, in sich Eigenschaften anderer Seelen „einzusaugen" und sozusagen diese spirituelle Erfahrung von Anderen zu „übernehmen"? Wie ein Mensch in unserer Welt, wenn er krank wird, beginnt, Wissen des Arztes und fertige Arzneimittel zu benutzen, und nicht beginnt, Medizin zu studieren, um sich von seiner Krankheit zu heilen, so kann er auch in seinem spirituellen Fortkommen die Erfahrung und Ratschläge von denjenigen nutzen, die bereits das Ziel erreicht haben, nach dem er strebt. Daher verfassen Kabbalisten Bücher, und diejenigen, die dabei sind, die verborgenen Schichten des Universums zu enthüllen, vergleichen ihre Empfindungen mit den Aufzeichnungen der Großen und lernen es, Empfindungen zu analysieren....nach oben 3.) Gesellschaft: - Hat die Kabbala einen Bezug zu einer bestimmten Nationalität, denn das ist doch eine jüdische Lehre? Die Grundlagen der Kabbala wurden von einem gewissen Abraham enthüllt, einem Bewohner des alten Mesopotamien, der auch den Anfang für deren methodische Entwicklung legte. Er verfasste auch das erste Buch zur Kabbala - das Buch der Schöpfung. Seine Schüler, Verwandte, Diener und Nachfahren bildeten sich zu einer Gruppe, die sein geistiges Erbe studierte, und die später begann, sich als das „Volk Israel" zu bezeichnen, obwohl sie nach allen Merkmalen nicht mehr als einen Teil des altpersischen Volkes darstellt - was auch genetische Untersuchungen bestätigen. - Gibt es Beispiele moral-ethischen Charakters, Beispiele von Barmherzigkeit von Seiten der Kabbalisten, darunter auch Kabbalisten der Vergangenheit? Ein Kabbalist ist keineswegs alles verzeihend und barmherzig, weil er die Lenkung des Schöpfers als berechtigt und gerecht erkennt, sondern aus diesem Grunde bewertet er Leiden als notwendig, und versucht nicht, „durch sein Mitleid die Grausamkeit des Schöpfers zu kompensieren". D.h. er ist keineswegs barmherziger als der Schöpfer, der dem Menschen alles Notwendige schickt, damit er sich zum Schöpfungsziel vorarbeiten kann. - Warum existiert eine Geschlechterteilung in unserer Welt (Männer und Frauen), welchen Sinn hat das? Um Malchut, den Willen zu empfangen, zur Korrektur zu führen, müssen in sie Eigenschaften der Bina, Wünsche zu geben eingepflanzt werden. Malchut tauscht ihre Eigenschaften des Empfangens nicht gegen Eigenschaften des Gebens um, doch indem sie die Eigenschaften von Bina spürt, bekommt sie den Wunsch, ihre Eigenschaften Bina anzugleichen, d.h. dass ihre einzige mögliche Handlung - Genuss zu empfangen, der Handlung von Bina, dem Schöpfer gleichwertig werden möge. Die Einführung der Eigenschaften von Bina in Malchut wird mittels der Zerbrechung des Gefäßes (Kli, Schirm) und der Vermischung der Eigenschaften von Bina und Malchut erreicht. Infolge davon entstehen in den Seelen sowohl die gebenden Eigenschaften von Bina, als auch die empfangenden Eigenschaften von Malchut. Beide muss man korrigieren. Das tut auch jeder, der sich korrigiert, indem er seine Seele korrigiert. Doch alles, was es im Spirituellen gibt, spiegelt sich in materiellen Objekten und Handlungen unserer Welt wieder, und daher geschieht in den Körpern unserer Welt eine Unterteilung in Körper, die im Spirituellen dem gebenden Parzuf - Seir Anpin - Mann, und dem empfangenden Parzuf - Malchut - Frau entsprechen. Dementsprechend ist auch die Methodik der Korrektur der Wünsche von der Absicht „für sich" zur Absicht „zu geben" unterschiedlich. Man muss anmerken, dass nach privater individueller Korrektur alle Seele zu Einer verschmelzen, ohne jeglichen Unterschied, in einem allgemeinen System der Verschmelzung mit dem Schöpfer, gleich und vollkommen. - Warum ist dem Menschen mehr die Zerstörung als das Schöpfertum eigen? Weil die Seele Adams bei ihrem Abstieg von oben, aus der Welt der Unendlichkeit, in unsere Welt, ein Zerbrechen des Schirmes erfuhr, infolge wovon sich die Absicht zu geben in die ihr gegensätzliche Absicht zu empfangen verwandelte. In diesem Zustand steigen einzelne, durch den Egoismus voneinander getrennte Seelen in unsere Welt hinab, und die Folge dieses inneren Zustandes beobachten wir in allen Taten des Menschen. - Sind Kriege in unserer Welt Widerhall höherer spiritueller Prozesse? Unsere ganze Welt wird von einem einzigen Gesetz des Universums bewegt, welches dazu aufgerufen ist, die Menschheit zur Schöpferähnlichkeit zu führen, und alles Geschehende sind Handlungen zum Zweck der Erreichung dieses Ziels. Wenn sich die Menschheit im korrigierten, dem Schöpfer angeglichenen Zustand befände, gäbe es keinerlei Veränderungen in der Natur und alles würde in einem stetigen optimalen Betrieb ablaufen. Und solange die Menschheit solch einen Zustand noch nicht erreicht hat, wirkt das gleiche Gesetz automatisch auf jeden persönlich und auf alle zusammen ein, im Maße der Entwicklung eines jeden, um in jedem und in allen das Bewusstsein für die Notwendigkeit hervorzurufen, das Ziel zu erreichen. - Was ist Moral und Norm aus der Sicht des Kabbalisten? Da alle unsere Handlungen in dieser Welt erzwungen sind und die Willensfreiheit nur im Maße des Eintritts in die höhere Welt verwirklicht wird, gibt es keine moralischen Normen in Reinform, die Menschheit enthüllt das allmählich für sich. Die Kabbala fordert von jedem Mitglied der Gesellschaft, optimal nützlich, ehrlich mit der Umgebung zu sein, die staatlichen Pflichten, die Bürgerpflicht zu erfüllen. - Ist der Einfluss der Faktoren Grundlage, Eigenschaften der Grundlage, Umgebung und Eigenschaften der Umgebung auf das Geschöpf veränderbar, wie die Gene und die Gesetze, nach welchen sich dieses Gen bei bestimmten Einflüssen der äußeren Faktoren entwickelt? Von den vier Faktoren unserer Entwicklung steht nur der Einfluss auf die äußere Umgebung (Gesellschaft) in unserer Macht. In jedem Geschöpf existieren vier Faktoren, die es bestimmen: - die Grundlage ist das primäre Material des gegebenen Geschöpfes, aus dem es entstanden ist. Das Korn verfault - die äußere Form verschwindet vollkommen, ähnlich wie unser Körper in der Erde verwest, doch die Basis bleibt und gibt einen neuen Spross, ähnlich wie unsere Seele einen neuen Körper dazu zwingt, geboren zu werden, um sich darin einzukleiden.
- unveränderliche Eigenschaften der Grundlage. Eine Basis wird niemals die Form anderer Brotweizen annehmen, zum Beispiel, von Hafer, sondern nur die ihr vorausgegangene Form, die sie verloren hat, d.h. die Form von Weizen. Es sind bestimmte Veränderungen in der Quantität und der Qualität des neuen Sprosses möglich, die von der Umwelt abhängen, vom Grund, von Dünger, Feuchtigkeit, Sonne, doch die Basis der Form des Weisens (d.h. des vorherigen Wesens) erfährt keinerlei Veränderungen.
- Eigenschaften, die sich unter der Einwirkung der Umgebung verändern. Unter der Einwirkung äußerer Faktoren verändert sich qualitativ die Hülle des Wesens - das Korn bleibt Korn, doch seine äußere Form verändert sich und hängt von der Umwelt ab. Zusätzliche äußere Faktoren haben sich an das Wesen angeschlossen und haben in Verbindung mit diesem, aufgrund des Einflusses der Umwelt, eine neue Eigenschaft ergeben. Das kann die Sonne sein, der Grund, Dünger, Regen - im Bezug auf das Korn; oder Gesellschaft, Gruppe, Bücher, Lehrer - in Bezug auf den Menschen.
- Veränderungen der äußeren Kräfte. Dem Menschen ist eine Gesellschaft notwendig, die sich entwickelt und ständig seine Entwicklung beeinflusst. Und der Mensch beeinflusst seinerseits die Umgebung, während er sich entwickelt, und zwingt sie zum Wachstum, was seinerseits wiederum den Menschen erhebt. Auf diese Weise wachsen der Mensch und seine Umgebung parallel.
Durch diese vier Faktoren wird der ganze Zustand eines jeden Geschöpfes definiert - Mein Wesen kann ich nicht verändern;
- Die Gesetze, nach denen sich mein Wesen verändert, kann ich nicht verändern;
- Die Gesetze der Veränderung meiner inneren Eigenschaften in Abhängigkeit von äußeren Einflüssen kann ich nicht verändern;
- Die Umgebung, von welcher ich vollkommen anhängig bin - das kann ich verändern.
Wenn ich in der Gegenwart auf meine Umgebung Einfluss nehmen kann, dann bestimme ich dadurch meinen zukünftigen Zustand. Das Einzige, worauf die Umgebung Einfluss üben kann, ist die Qualität und die Quantität, d.h. das Tempo und die Qualität des Weges, den der Mensch durchwandern wird: wird er ihn mit Schmerz beschreiten, in Angst, in Leiden, in Jahrtausenden blutiger Kriege, oder wird er ihn ruhig, komfortabel zu Ende durchwandern, weil er selbst nach dem Ziel strebt. - Begriff von „Neid" und von „Gruppenkonflikten". Muss man künstlich so eine Form der gegenseitigen Beeinflussung erschaffen, mit dem Ziel, die eigenen Fehler zu offenbaren? Wenn man nur Äußerungen des Guten in Bezug auf sich sieht, ist das nicht ein spiritueller Regress? Man muss nichts künstlich erschaffen, weil sich im Maße des Wachstums der Wünsche alle Mängel offenbaren werden, und nichts in der Lage sein wird, sie in verborgenem Zustand zu halten - weder die Erziehung noch die Scham. Die Entwicklung neuer Wünsche stellt den Menschen vor sich selbst und der Umgebung bloß....nach oben 4.) Mensch: - Kabbala und Drogensucht: kann die Kabbala eine Alternative zur Drogensucht werden? Wenn ja, wird das nicht einfach der Ersatz des Einen durch das Andere sein? Da die Wissenschaft der Kabbala dem Menschen die wahren Ziele seiner Existenz offenbart - den Menschen zum Zustand von Vollkommenheit und Perfektion in diesem Leben zu führen - werden die Gründe, die den Menschen zur Drogensucht führen, annulliert. Wenn man den jungen Menschen zeigt, worin das wahre Ziel des menschlichen Lebens besteht, ihnen die Möglichkeit zeigt, Vollkommenheit, unendliche Existenz, grenzenlose Erkenntnis und Macht zu erreichen, dann wird das unbedingt alle Probleme von Drogensucht, kriminellem Verhalten und allen Lastern der Menschheit eliminieren. Die Wissenschaft der Kabbala behauptet, dass der Grund für solch ein klares Auftreten aller möglichen Laster in unserer Zeit einzig der ist - den Menschen die Notwendigkeit der Erkenntnis des Universums zu offenbaren, dessen Ziels, des Zwecks des Menschen, und den Menschen zum Glück zu führen. - Warum ist der Mensch egoistisch? Warum ist das Wort „Egoismus" historisch negativ besetzt? Die ganze Natur ist der Wille zu verschlingen, zu genießen, das eigene Verlangen zu erfüllen, die Empfindung der Leere, des Mangels. Geschöpfe, deren Entwicklungsstufe des Wunsches als leblos, pflanzlich und tierisch charakterisiert wird, wollen nur den eigenen Mangel erfüllen. Die Entwicklungsstufe des Willens „Mensch" verfügt über eine qualitative Unterscheidung: in ihr gibt es nicht nur den Wunsch, sich selbst zu füllen, wie auf der tierischen Stufe, sondern auch die Empfindung von seinesgleichen. Dadurch fühlt der Mensch die Genüsse und Leiden der Anderen, d.h. er kann seine Wünsche erweitern - durch Neid, Streben nach Ehre - und kann lernen, Leiden zu meiden. Er will sich nicht dadurch erfüllen, was er will, sondern dadurch, was die Anderen genießen. Er leidet an dem, was der Andere hat, ganz gleich ob er es hat oder nicht. Deswegen wird die tierische Stufe des Wunsches nach Erfüllung nicht als egoistisch bezeichnet, und die Stufe des Wunsches „Mensch" ist egoistisch. Und die ist negativ, weil der Mensch sich mit anderen vergleicht und immer der Erfülltere sein will. Er muss mit allen Mitteln diese Empfindung kompensieren (auch auf Kosten der Anderen). Dieses Streben ist die Wurzel aller Zusammenstöße und Konflikte und gilt daher als negativ. - Unterscheiden sich Kabbalisten von anderen Menschen durch irgendwelche Merkmale, sagen wir, durch ihre Moralität? Ein Kabbalist verändert sich nur im Maße seiner Korrektur. Zu Beginn durchläuft er eine Phase der Erkenntnis des eigenen Egoismus als des Bösen. Im Laufe dieser Periode wächst in ihm allmählich der Egoismus, weil er ein solches Ausmaß erreichen soll, damit dem Menschen absolut klar wird, dass er nicht in der Lage ist, damit fertig zu werden, und dass sein Egoismus sein einziges Böses darstellt. Daher ist der Kabbalist in dieser Phase noch egoistischer als die Menschen, die ihre egoistische Entwicklung nicht durchlaufen. Diese Phase kann bis zu einigen Jahren andauern. Dann beginnt die Phase der Abstoßung des Egoismus, wenn ein Kabbalist sich zu Äußerungen sowohl des eigenen als auch des fremden Egoismus scharf negativ verhält. Die nächste Etappe ist dann, wenn ein Kabbalist Menschen nur noch positiv bewertet, weil er die Lenkung des Schöpfers bereits vollständig rechtfertigt. - Wozu müssen wir hier irgendwelche Fähigkeiten entwickeln: Wissenschaften studieren, einen Beruf erlernen, Fremdsprachen etc, wenn wir das im Spirituellen nicht brauchen werden? Diese Welt stellt sich uns in den fünf Sinnesorganen als eine Kopie der spirituellen Welt, des Zustandes, der Wahrnehmung im sechsten Sinnesorgan dar. Der Unterschied besteht nur im Material, auf welchem die Wahrnehmung stattfindet: auf egoistischem Material (Unterlage, Matrix, Schirm) oder auf altruistischem. Daher ist eine Entwicklung des sechsten Sinnesorgans aus keinem anderen Zustand möglich, als nur aus dem Befinden in den Empfindungen unserer fünf Sinnesorgane. Gerade aus ihnen, trotz ihnen, können wir das sechste Sinnesorgan richtig entwickeln, weil die Relation zwischen den fünf Sinnesorganen und dem sechsten eine entgegengesetzte ist. - Existiert noch jemand Vernünftiges außer dem Menschen? Die Vernunft ist ein Produkt der Wünsche, welches sich eben zur Erreichung des Erwünschten entwickelt hat. Da es kein egoistischeres Geschöpf als den Menschen gibt, gibt es auch kein vernünftigeres als den Menschen. Im Maße der Entwicklung des sechsten Sinnesorgans entwickeln sich im Menschen auch seine natürlichen Wünsche, eben um auf ihnen das sechste Sinnesorgan großzuziehen. Daher wird einer, der Kabbala studiert, zu einem größeren Egoisten und einem vernünftigeren Wesen als seine Umgebung. Doch eben dank der Tatsache, dass er über und gegen seinen Egoismus (vor-)geht. In diesem Fall kann man sagen, dass es niemanden Vernünftigeren als den Kabbalisten gibt, der das ganze Universum von den Tiefen unserer Welt bis zu den Höhen der höheren Welt erkannte. - Ist etwa alles in unserer Welt vorherbestimmt, zum Beispiel, ob ich Präsident oder Müllmann werde, eine bestimmte Frau heiraten werde etc? Absolut alles ist vorherbestimmt, und die freie Wahl besteht nur in der Beschleunigung des Weges zu dem von vorn herein vorgegebenen Ziel, und auf dem von vorn herein vorgegebenen Weg. Doch das persönliche Streben nach dem Ziel, welches vom Schöpfer vorgegeben ist, erschafft im Menschen Eigenschaften, die dem Schöpfer gleich sind, und erhebt ihn auf die Stufe des Schöpfer - die ewige, unendliche Stufe der allumfassenden Erkenntnis. - Wenn ich Kabbala studieren werde, wird mir das irgendwie im Leben helfen, werde ich weniger krank sein, erfolgreicher sein etc? Relativ, weil solange noch nicht alles in der Welt korrigiert ist, die persönliche Korrektur eines jeden dennoch Verzerrungen erfährt, negative Einflüsse von unkorrigierten Seelen, und daher erkranken und sterben auch die Kabbalisten. - Warum haben einige Menschen Glück und die Anderen nicht, warum ist der Eine reich und berühmt und der Andere arbeitet als Hausmeister, warum kommt der Eine in so einer Familie auf die Welt (reich, wohlhabend), und der Andere - in einer armen Familie, warum stirbt der Eine jung und der Andere alt? Wovon hängt das ab und wozu ist das notwendig? Das wird durch die Wurzel einer jeden einzelnen Seele in der allgemeinen Seele Adams bestimmt, durch ihre Verbindung mit anderen Seelen und anderen Faktoren, die zur Korrektur einer jeden besonderen Einzelseele von Nöten sind. Die Kabbala erforscht diese Gründe eigentlich nicht, obwohl sie teilweise in dem Bereich „Theorie von Reinkarnationen" untersucht und dargelegt werden, weil diese Ereignisse, die mit den Seelen stattfinden, nicht dem Einfluss des Menschen unterstehen. Die Willensfreiheit des Menschen kann und muss in voller Ausrichtung auf die Annäherung an den Schöpfer mittels der Ähnlichkeit der Eigenschaften verwirklicht werden. - Der Begriff von Freiheit: wie weit kann er im Geschöpf, d.h. auch im Menschen uneingeschränkt sein, wenn doch absolute Freiheit unter anderem auch die Freiheit vom Schöpfer meint? Das Streben zum Schöpfer ist ein Naturgesetz, der Mensch ist darin nicht frei, die Natur wird ihn durch Leiden dazu zwingen, zu Ihm zu streben. Die Freiheit besteht darin, ohne Leiden abzuwarten, freiwillig diesen einzigen Weg anzunehmen. Und solange der Mensch nicht freiwillig diesen Weg annimmt, wird ihn die Natur im Maße seines Widerstandes dazu zwingen, seine Einstellung zur Willensfreiheit in der Annäherung an den Schöpfer zu überdenken. - Was kann als der Egoismus der höchsten Stufe gelten? Der Egoismus der höchsten Stufe befindet sich im Menschen. Denn außer dem Willen, sich auf tierischer Stufe zu erfüllen, ist ihm als Überbau zu diesem Wunsch das Gefühl des Nächsten gegeben. Dieses Gefühl des Nächsten nutzt der Mensch, indem er den Nächsten beneidet und damit seine Wünsche vergrößert. Je größer aber die Wünsche sind, desto größer die Empfindung des Mangels. Und zwar unabgängig davon, ob der Mensch die Möglichkeit hat, alle von der Umgebung übernommenen Wünsche zu erfüllen. Denn man kann den Willen nie erfüllen: Sobald die Erfüllung, der Genuss in den Willen eintritt, verkleinert sich der Wunsch selbst, bis hin zum Verschwinden, was zum Verschwinden der Empfindung des Genusses führt. Im Endeffekt bleibt der Mensch leer, als hätte er gar nichts empfangen. Das ruft Enttäuschung hervor sowie den Antrieb, wieder und wieder zu versuchen, sich zu füllen. Dank der Werbung, der Entwicklung von Medien und der engen Kommunikation der ganzen Menschheit, überzeugt sich der Mensch in unserer Zeit schnell davon, dass ihm immer neue Wünsche keine Erfüllung bringen. Es entsteht Leere, Depression - die Krankheit des Jahrhunderts. Das ist eben der Egoismus der höchsten Stufe, wenn er versteht, dass er nicht die Kraft hat, sich zu erfüllen. Im Endeffekt fährt der Mensch damit fort, nach Wegen der Erfüllung zu suchen: Entweder den Wunsch zu verkleinern, wodurch sich die Leiden, die Empfindung der Leere verkleinern, was einer gewissen Erfüllung entspricht; oder eine Methode der Erfüllung zu finden, bei welcher der Genuss nicht den Wunsch auslöschen würde, sondern sie im Gegenteil zusammen existieren, einander unterstützen und entwickeln würden. Diese Methode der Erfüllung heißt „kabbalistisch", weil sie nicht auf der Verkleinerung des Egoismus basiert, sondern im Gegenteil auf dessen Vergrößerung. Sobald der Mensch beginnt, die kabbalistische Methode der Erfüllung an sich anzuwenden, wachsen seine Wünsche rasant an - bis zur Größe des gesamten Universums, bis hin zur Bereitschaft, alle Genüsse in allen Welten zu verschlingen. Doch gleichzeitig mit dem Wachstum der Wünsche erfüllt sie sich der Mensch, und daher können sie sich ständig entwickeln, bis hin zur Größe des Schöpfers. Daher entsteht der größte Egoismus in dem Menschen, der die Stufen der spirituellen Welten erklimmt, aber der Mensch korrigiert und erfüllt ihn sogleich. - Der Mensch nimmt „unsere Welt" mit Hilfe von fünf Sinnesorganen wahr. Ist der Mangel an einem der Sinnesorgane, zum Beispiel dem Seh- oder dem Hörvermögen, von Vorteil oder von Nachteil? Was stellen solche Menschen dar? Keine körperlichen Sinnesorgane hindern den Menschen oder helfen ihm in der Verwirklichung seiner Bestimmung, da jede Besonderheit des Zustands eines Menschen, seiner Sinnesorgane ebenfalls in die allgemeine Bedingung zur Erreichung des Ziels eingeschlossen ist....nach oben 5.) Frauen:
-Ist das Kabbala Studium nur für Männer? Natürlich nicht. Ich persönlich studiere einmal in der Woche mit den Frauen meiner Schüler. Schauen Sie im Archiv und Sie werden sehen, wie seriös unsere Unterrichtsstunden sind. Aber sie unterscheiden sich natürlich vom Unterricht der Männer. Unser innerer Unterschied im Typ der Seele bedingt unseren äußerlichen Unterschied im physiologischen Körper. Wie sich die Menschen auch für die Gleichberechtigung einsetzen mögen, hat uns die Natur oder der Schöpfer, wenn Sie so wollen, unterschiedlich voneinander erschaffen. Gleichmacherei würde hier bedeuten, die Natur zu entstellen. Das würde in allem nur ein negatives Ergebnis erzielen. Die Frau kann, wenn sie das wünscht, eine spirituelle Arbeit leisten so wie auch der Mann, aber diese ist anders vom Stil. Die Frau kann nach meinen Büchern lernen, Artikel lesen und dergleichen. Nur der TES bringt ihr keinen Nutzen. Es besteht keine Notwendigkeit für sie, das System der Welten und deren Aufbau zu studieren. Außerdem muss sie sich nicht wie der Mann mehrere Stunden am Tag damit beschäftigen.
Alle Seelen erreichen ihre Vorherbestimmung. Alle Seelen müssen die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erlangen und gemeinsam mit ihm verschmelzen, sowohl männliche als auch weibliche Seelen. Machen Sie das, wozu Sie der Schöpfer berufen hat, anstatt Ihn dafür zu beschimpfen, dass er Sie nicht als Mann erschaffen hat. Beginnen Sie die Arbeit und Ihre Meinung wird sich ändern.
- Kann ich studieren? Ich bin eine Frau, aber schon vor vielen Jahren zwang mich der Wunsch zu verstehen, wozu ich in diese Welt gekommen bin, die Wahrheit zu suchen. Ich las viele Bücher, meine Wege führten mich mit interessanten Menschen zusammen, in meiner Seele haben sich Türen geöffnet, hinter welchen ich auf einige Fragen Antworten gefunden habe, aber vor 8 Jahren, nachdem ich Ihr Buch in die Hand genommen hatte, habe ich verstanden, dass ich es nicht lesen kann, eines der Verbote hat funktioniert, „es ist unmöglich, weil die Zeit noch nicht gekommen ist“. Jetzt, nach Ablauf dieser Jahre habe ich es wieder in Angriff genommen. Und was erstaunlich ist: Das, was ich dort gefunden habe, hat sich meiner Seele als sehr nahe erwiesen.
- Kann eine Frau diese Wissenschaft studieren? Ich spüre und begreife, dass es keine Zufälle gibt, mein Weg hat mich dazu geführt. Ich glaube, dass es nur einen Gott gibt. Ich habe den Glauben niemals in Orthodoxie, Katholizismus usw. eingeteilt. Wir sind doch alle Seine Geschöpfe!? Die Kabbala teilt sich in zwei Teile: die Bedeutung der Thora (Ta’amei Torah) und in die Geheimnisse der Thora (Sodot Tora). Die Kabbalisten sind verpflichtet, den zweiten Teil zu verbergen, aber nicht einfach über ihn zu schweigen. Das erfordert eine besondere Erklärung, aber darüber ein anderes Mal mehr. Den ersten Teil muss man unbedingt überall verbreiten, weil davon die Befreiung der Menschheit von ihrem Egoismus abhängt, von der einzigen Quelle allen Unglücks. Und die Kabbala ist das einzige Mittel, diesen Egoismus zu korrigieren.
Wie es in meinem ersten Buch heißt (Übersetzung des Buchs "Matan Thora“ von Rabbi Yehuda Ashlag), besteht das Ziel der Schöpfung darin, dass sich die Menschheit selbst korrigiert, und zwar mit Hilfe der Kabbala und damit den Zustand der Vollkommenheit erreicht. „Sich selbst korrigieren“ – ist dazu notwendig, damit bei jedem die notwendigen Empfindungen für das Gefühl des Geschmacks der Vollkommenheit, der Ewigkeit und des Genusses entstehen.
Dieses Ziel der Schöpfung wird vor die ganze Menschheit gestellt. Deshalb sind diese Bücher überall im Verkauf. Wer es wünscht, kann sie studieren. Diese Webseite ist ebenso für alle vorgesehen. Es gibt keine Geheimnisse in ihr! Alle müssen die Taamej Torah kennen, da von ihrer Verbreitung abhängt, auf welchen Weg wir bis zum Ziel der Schöpfung gehen, notgedrungen durch Leiden oder auf einem guten Weg mit Freude.
Warum hat man die Kabbala (Taamej Torah) früher nicht verbreitet? - weil sich die Seelen nicht bis zu der Stufe entwickelt haben, wo sie verpflichtet sind, massenhaft zu studieren, um sich zu korrigieren. Sie waren noch nicht ausreichend "verdorben", hatten einen für die Korrektur unzureichenden Egoismus. Im Verlauf der Jahrhunderte vergrößerte sich der Egoismus ständig und deshalb muss die Kabbala derjenige studieren, der sie braucht, der gleichsam dafür herangereift ist. Das Verlangen des Menschen nach der Kabbala zeugt davon, dass sein Egoismus nur dadurch erfüllt werden kann. Das ist das einzige Merkmal, ob man die Kabbala studieren soll oder nicht.
- Welcher Unterschied besteht zwischen den weiblichen und männlichen Seelen? Das ist der Unterschied zwischen dem rechten und dem linken Teil des Parzuf und hat keinen Bezug zum Körper unserer Welt, und der Kabbalist, der nach oben steigt, befindet sich bald in der einen Art des Kli, bald in einer anderen, was auch heißt „man erwirbt bald die eine, bald die andere Seele“.
Vom Schöpfer wurde ein Parzuf erschaffen, genannt Adam. Er zerbrach in 600 000 Teile und dann noch in eine Vielzahl von Teilen. Aber in jedem Teil gibt es das, was im ersten Parzuf vorhanden war. D.h. jeder Teil ist ein kleiner Parzuf. Wie im ersten spirituellen Parzuf alle Eigenschaften und Kräfte des ganzen Universums konzentriert waren, so sind sie es jetzt auch in jedem der Splitter, der Bruchteile. Und diese Splitter Adams heißen „menschliche Seelen“.
Sie unterscheiden sich nach dem Ort der Herkunft voneinander: aus welchem Teil der 10 Sefirot des Parzuf von Adam stammte diese Seele (und noch genauer – aus welcher Unter-Sefira und ihrer Unter-Sefira usw.). Die exakteste Teilung ist die in einen männlichen und einen weiblichen Teil. Dementsprechend geschieht das Einkleiden in den entsprechenden Körper in unserer Welt. Aber in der spirituellen Welt durchläuft jede Seele alle Korrekturen, sowohl in ihrer männlichen als auch in ihrer weiblichen Linie. In unserer Welt aber ist das anders festgelegt. Wir werden nur in einer bestimmten Rolle geboren. Alle unseren irdischen Eigenschaften ändern sich nicht, aber unsere inneren Eigenschaften ändern sich im Maße der Korrektur. Dann wird auch die Frau innere „männliche“ Zustände spirituell durchwandern. Aber äußerlich, im Körper, im „Hemd“ dieser Welt bleibt sie eine Frau und muss äußerlich nur das einhalten und erfüllen, was für sie als Frau nötig ist.
- Kann jede Frau in die spirituelle Welt hinaufsteigen und bis zu welcher Stufe? Ja, sie kann es, und das um nichts weniger als der Mann, wenn dazu der Wille von oben sein wird sowie ihre völlige Hingabe, was ja auch vom Mann verlangt wird...
- Warum gibt es in der Geschichte so wenige weibliche Kabbalisten? So wie in Relation zur Masse wenige weibliche Musiker, Köche, Wissenschaftler u.ä. gibt, ist jedes Gebiet, wo Fantasie notwendig ist, nicht der primäre Wirkungsbereich der Frau. Die Frau ist eine Ausführende. Sie hat spezielle Funktionen in unserer Welt! Auch muss man nicht die Natur entstellen und der Frau andere Pflichten aufzwingen. Sie macht mit Glanz das, wozu der Mann nicht imstande ist.
Ich verstehe überhaupt nicht, warum es so viele Fragen zu diesem Thema gibt. Schauen Sie: der größte kabbalistische Feiertag, Purim, über den geschrieben steht, dass alle Feiertage verschwinden werden und nur er bleiben wird. Wer ist die handelnde Hauptperson – die Königin Esther! Es steht geschrieben, dass alle Bücher der Thora verschwinden werden und nur ein Buch übrig bleiben wird – nämlich „Megilat Esther“ (Das Buch Esther). Megila kommt vom Wort Giluj – die Offenbarung, Enthüllung, und Esther kommt vom Wort Verhüllung. Das heißt, es ergibt zusammen „Die Enthüllung des Verborgenen, der Verhüllung“ – und das ist auch das Thema der gesamten Kabbala. Und das passiert im Endergebnis im weiblichen Teil der Seele. Alle übrigen Kräfte (im „Megilat Esther“ wird über sie berichtet, Mordechai, Aman, Achaschwerosch, Seresch, die 10 Söhne des Aman, Charbuna u.a.) das alles sind Kräfte des Schöpfers, mit deren Hilfe Er Esther Seine Verhüllung eröffnet. Die Königin Esther zeigt, wie man handeln soll, um die ganze Schöpfung zu ihrer vollen Korrektur zu führen. Studieren Sie „Megilat Esther“ (dieses Thema wird im 16. Teil des TES abgehandelt).
Wenn die Frau das Verlangen hat, Kabbala zu studieren, dann muss sie überprüfen, ob dieses Verlangen nicht von der Leere im Leben ausgeht, weil sie keinen Mann hat oder einsam ist. Eine echte Überprüfung (wie im Prinzip auch beim Mann) ist die folgende: Wenn die Frau, obwohl bzw. nachdem sie eine Familie, einen Mann, Kinder, ein Haus u.ä. hat, dennoch den Schöpfer zu finden wünscht, dann hat sie eben dasselbe Recht dazu wie der Mann.
- Wie kann man seinen Typ der Seele erkennen? Der Mensch muss nach der Verbindung zum Schöpfer suchen. Der Mensch kann selbst nichts verändern, nichts korrigieren, sondern nur wenn er den Schöpfer inständig durch Bitten bewegt hat. Deshalb muss man nicht den Typ der Seele erkennen, sondern etwas ganz anderes: wie man das höhere Licht erlangen kann, welches korrigieren und nach oben heben könnte. Ich würde sagen, dass diese Frage verfrüht ist. Mein Rat: lesen Sie viel, alles der Reihe nach, was es in meinen Büchern gibt, im Internet - und Sie werden sehen, wie sich alles langsam, allmählich zu einem ganzen Bild zusammenfügt, wie ein Mosaik, ein Puzzle. Sie werden beginnen, das zu spüren. Und nur Ihre inneren Empfindungen werden Sie zu den Antworten führen. Es steht geschrieben, dass am Ende der Generationen alle den Schöpfer erkennen werden. Und es wird gesagt, dass alle Kabbala studieren können und in diesen „allen“ sind selbstverständlich auch die Frauen inbegriffen.
- Unterricht für die Frauen? Ich führe einmal in der Woche Gespräche mit den Frauen meiner Schüler durch. Ich meine, dass sie ein spirituelles Fortkommen brauchen und widme dem große Aufmerksamkeit. Zweifellos hat die Frau einen vom Mann unterschiedlichen spirituellen Weg, aber es gibt ihn und sie kann das spirituelle Niveau bis zu dem eines Propheten erreichen, solche waren Sarah, Riwka, Rahel, Mirijam, Chulda, Dvora u.a.. Die Lehre für die Frauen und Männer ist unterschiedlich, weil es verschiedene Ziele in der Korrektur gibt, verschiedene Wege der Annäherung zum Schöpfer. Alle Frauen, wie auch alle Männer werden im Endresultat die Verschmelzung mit dem Schöpfer erreichen, das höhere Niveau der Welten. Es gibt keine Diskriminierung in der spirituellen Welt, nur die Gültigkeit der Wahrheit!
- Wonach eine Frau strebt? Die weiblichen Seelen unterscheiden sich so sehr von den männlichen, dass sie sozusagen zu verschiedenen Welten gehören! Die Folge davon spürt man auch in unserer Welt. Die Frau muss besondere, von den Männern unterschiedliche Korrekturen vornehmen. Bevor die Frau geheiratet hat, ist es noch nicht möglich zu bestimmen, welches spirituelle Verlangen wahrhaftig in ihr vorhanden ist. Erst nachdem sie geheiratet und entbunden hat, und nur wenn danach der Wunsch nach Spirituellem in ihr vorhanden ist, und zwar mehr als alle Wünsche nach dieser Welt, erst dann MUSS sie sich mit der Kabbala befassen. Bei dem Mann geschehen keine solchen drastischen Veränderungen: das Verlangen, das er bis zur Ehe hatte, bleibt auch nachher praktisch das gleiche.
Schauen Sie sich die Frauen in der Welt an und Sie werden sehen, dass sich, wenn sie eine Familie hat, ihre Wünsche größtenteils innerhalb der Familie und nicht "im Himmel" befinden. Das entspringt der Notwendigkeit ihrer Korrektur: das Herabsteigen der weiblichen Seele erfordert in der Regel nicht den unmittelbaren Unterricht der Kabbala.
Wenn jedoch in der verheirateten Frau der Wunsch nach Erlangung des Höheren "brennt", dann bedeutet das, dass sie, nicht weniger als der Mann, ein Recht darauf hat. Aber das kommt äußerst selten vor: die Seele steigt für ihre bestimmte Korrektur in diese Welt hinab, und zum Zweck der Korrektur steigt sie in der äußeren Erscheinungsform eines Mannes herab, der die Verpflichtung hat, die Kabbala zu studieren. Die weibliche Seele wird schon dadurch korrigiert, dass sie ihm hilft und ihn unterstützt. In der spirituellen Welt verschmelzen diese Seelen, alles verbindet sich im Spirituellen zu einer Einheit und nur in unserer Welt ist alles in Zeit, Ort, Körper, Belohnung und Strafe eingeteilt. Der eine arbeitet, der andere genießt die Früchte von dessen Anstrengungen. Aber dann im Spirituellen wird das alles zu einem Ganzen vereinigt und eben dort wird man diese Gerechtigkeit begreifen, aber in unserer Welt scheint alles schlecht und ungerecht.
- In den spirituellen Welten befinden sich Sachar und Nekeva (Urbild des Mannes und der Frau) in einem Parzuf, in unserer Welt aber – in verschiedenen Körpern. Wie ist das Modell der Wechselbeziehung der Geschlechter hinsichtlich der Übereinstimmung mit den spirituellen Welten? Was bedeutet die Klipa des männlichen und weiblichen Geschlechts? Erinnern Sie sich, wie ich erzählte habe, dass mein Lehrer bestrebt war, alle Schüler schnell zu verheiraten und auch selbst bestrebt war, sofort zu heiraten, als er verwitwet war? Demgemäß existiert scheinbar eine Verbindung und Entsprechung der Welten. Andererseits gibt es in dieser Welt in der Durchführung der Gebote einen Unterschied in Abhängigkeit vom Geschlecht. Warum? Welche Bedeutung hat das Geschlecht bei der Durchführung der Wünsche des Schöpfers? Weil sie im Wunsch, oder genauer gesagt, in der Absicht ausgeführt werden. Gibt es ein Geschlecht bei der Seele und stimmt es mit dem Geschlecht des Körpers unserer Welt überein? Oder hat jeder von uns in der Seele beide Teile?
Um all diese Fragen zu beantworten, müssen Sie sich auf ein tiefgründigeres Studium vorbereiten, als es im Rahmen des Forums möglich ist. Bei den Klipot hat man einen Unterschied zwischen den männlichen und den weiblichen: die weiblichen sind anders als die männliche (Siehe 16. Teil des TES). Und: wir hatten Prophetinnen! Mein Lehrer sagte, dass der Ehemann und die Frau gemeinsam studieren und gemeinsam Fortschritte machen können. Wenn es die Frau tatsächlich wünscht, ist auch ihr, ohne Zweifel, der Weg in die höhere Welt geöffnet. Streben Sie vorwärts! Was Sie von oben vom Schöpfer erhalten werden, das gehört auch Ihnen! Eines ist sicher: Alles ist vom Menschen selbst abhängig!
- Der Sinn der Brit Mila für die Frau: Gibt es ein - nach der Bedeutung oder dem Sinn – analoges Gebot für die Frau? Die Seele des Menschen absolviert, unabhängig vom Geschlecht, falls er die Stufe der spirituellen Geburt erreicht, eine Korrektur, die „Brit Mila“ genannt wird, die Beschneidung bzw. Abstoßung der Vorhaut, des unkorrigierbaren Teils des egoistischen Verlangens. Jenen Teil, den man korrigieren kann, behält man zurück und, indem man ihn allmählich korrigiert, verwendet man ihn für die Verschmelzung mit dem Schöpfer. Das Geschlecht des Kabbalisten hat dabei absolut keine Bedeutung.
- Ist die Nächstenliebe auch eine Arbeit der Frauen? Ja, aber nicht in der Form wie bei Männern, aber trotzdem ja, denn die Nächstenliebe spricht eigentlich über die Korrektur des Willens zu Empfangen und die Frau ist ebenfalls ein Teil des Willens zu Empfangen. Der weibliche Teil muss seinen Willen zum Ausdruck bringen und die männliche Seele bringt das Licht mit Hilfe des Or Choser, also benützt der männliche Teil den weiblichen Teil des Verlangens und arbeitet mit ihm, um die Korrektur zu erreichen. Aber zur allgemeinen Nächstenliebe und zur Stufe des Schöpfers zu gelangen, zu dieser Arbeit ist die Frau genauso verpflichtet wie der Mann, bloß die Verwirklichung und der Ausdruck der Frau ist eher passiv, denn Malchut ist ohne die Kraft von Binah nicht in der Lage zu arbeiten. Aus diesem Grund muss sich ihre Aufgabe untereinander so aufteilen.
- Sie haben gesagt, dass eine Frau ebenfalls an der Nächstenliebe arbeiten muss. Ich habe gehört, dass Sie gesagt haben, eine Frau kann eine andere Frau nicht lieben... Die Arbeit am Willen unterscheidet sich zwischen Frau und Mann, aber die Nächstenliebe muss bei jedem Teilchen der Schöpfung sein, ob unbelebt, pflanzlich, tierisch oder menschlich, denn alle müssen sich verbinden. Bei der Verbindung spricht man zuerst einmal über den Mann, denn er muss die Korrektur durchführen und die Frau ist diejenige, die ihn begleitet. Die Frau enthüllt sich aus dem Mann - und dieser Wille, der sich nun enthüllt, ist größer und stärker! Man sagt ja: die Frau ist „die Hilfe gegen den Mann“. Aus diesem Grund arbeiten sie in einer entgegen gesetzter Form. Die Frau bringt den Mangel und der Mann bringt die Kraft des Masach und er ist derjenige, der verbindet. Jeder Mensch beinhaltet in sich sämtliche Stufen des unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen - alles ist in dem Menschen und alles erhebt und senkt sich gemeinsam mit dem Menschen und es gibt einen Unterschied zwischen der Arbeit der Männer und der Arbeit der Frauen in dieser Welt, aber Männer praktizieren die Handlung der Liebe und Frauen bringen dazu einen Chissaron, einen Mangel zur Nächstenliebe. Wofür sollte ihr Verlangen/ihr Mangel denn sein? Bring mir dies und jenes für zuhause? Nein, der Chissaron der Frau ist genau der gleiche wie der Chissaron des Mannes. Nur kann sie ihn nicht aktiv umsetzen und muss dennoch danach streben. Dafür haben wir Beweise aus der Thora und auch von Rabash. Wie er sich zum Beispiel zu seiner Frau verhalten hat und überhaupt zu Frauen. Du kannst sogar meine Frau fragen, wie er sich bemüht hat, dass die anderen Frauen Artikel lesen, damit sie wissen, was sie tun sollen. Die einzige Änderung, die wir im Laufe unserer gemeinsamen 12 Jahre gemacht haben, war folgende: wir haben die Frauenabteilung erweitert. Als die Männer, die ich zu ihm gebracht habe, geheiratet haben, sind die Frauen auch zu uns gekommen und haben an den Unterrichten und an unseren Festmahlen teilgenommen. Sie haben zugesehen, wie wir gesungen haben und sie haben uns beobachtet. Er hat Artikel geschrieben, basierend auf den Fragen der Frauen und er hat sich sehr darum gesorgt, dass der Mann gemeinsam mit der Frau lernt. Wenn man ihn gefragt hat, so hat er ganz einfach geantwortet: Wenn es nicht die Störung zwischen Mann und Frau gegeben hätte, so könnten Frauen auch hier mit uns sitzen. Denn wenn du über den inneren Mangel sprichst, der eigentlich nichts mit dem äußeren Geschlecht zu tun hat, so verbinden sich die Mängel >em>(Chissaron) von Mann und Frau in der Spiritualität. Im Materiellen (im Irdischen) haben wir diese Störungen, wo die Geschlechter einander ablenken, doch im Spirituellen verbinden sich ihre Mängel miteinander. Aus diesem Grund haben die Frauen eine wichtige Aufgabe - immer hin machen sie 60 % der Weltbevölkerung aus. Wir lesen darüber im Tanach und sämtlichen alten kabbalistischen Büchern, bei den Propheten, wir sehen dies bei unseren Müttern. Sie alle waren auf einer spirituellen hohen Stufe. Der Mann ist ein zerbrochener Masach und die Frau ist der Wille zu Empfangen. Die Frau will an diesen Prozess, an jene Seele von Adam HaRischon, angeheftet sein, nur ist sie nicht in der Lage, diese Handlung der Korrektur alleine/selbst auszuführen. Aus diesem Grund sind die Frauen nicht in der Lage, eins zu sein oder sich so zu verbinden wie die Männer. Aber das brauchen sie auch nicht, das liegt nicht in ihrer Natur, in Wurzel und Zweig. Doch die Frauen müssen sich trotzdem anstrengen und die Korrektur wollen - in dem Maß, wie sie es anstreben, können die Männer diese Handlungen der Korrektur praktizieren und das Licht bringen, welches zur Quelle zurückführt. Dadurch entsteht ein funktionierendes Kli: Aviut, Masach und Or Chozer (das reflektierende Licht). - Der Mann richtet seinen Willen zu geben durch die Gruppe aus, aber wie richtet sich die Frau aus? Ebenfalls durch die Weitergabe ihrer Verlangen an die Männergruppe. Das bedeutet, dass man sich rund um den Berg Sinai aufstellt, wo 600.000 Seelen versammelt sind. Der Punkt im Herzen, Moses, steht an der Spitze des Berges, und alle annullieren ihre Verlangen. Sie bekommen von Oben die Kraft dafür. Die Frauen stehen außen und drücken auf die Männer. Ohne Aviut von den Frauen spricht man nicht von einem Volk, es ist kein Kli, es gibt kein Kli. Also haben wir Arbeit für Männer und Frauen. Die Frauen müssen danach streben, dass sich ihr Chissaron mit dem Chissaron des Mannes verbindet. Es ist eine gemeinsame, partnerschaftliche Arbeit! Hinter jedem Mann steht eine Frau, die ihn anstößt, ihn ausrichtet und ihm Ratschläge gibt, dies so zu tun und er berät sich mit ihr und gemeinsam bauen sie das Haus. Genau dasselbe gilt auch hier....nach oben
6.) Geschichte: - Geschichte der Kabbalisten: wer war der erste Kabbalist, und welche Quellen belegen das? Abraham was der erste Kabbalist, der Verfasser des Buches der Schöpfung. Moses der Autor der Tora. Rabbi Schimon bar Jochai - Autor des Buches Sohar. Ari - Autor von vielen Büchern, das wichtigste davon ist der Baum des Lebens. Yehuda Ashlag (Baal HaSulam) - Autor von Talmud Esser HaSefirot - des Kommentars des Buches Baum des Lebens (Ez Chaim) und des Sulam-Kommentars zum Buch Sohar. Rabasch (Rabbi Baruch Ashlag) - Autor der Bücher Shamati, Shlawey HaSulam, Dargot HaSulam....nach oben 7.) Religion & Spiritualität: - Wird in der Kabbala Meditation verwendet, und wenn nein, was ist dann die „Absicht"? In der Kabbala ist eine Konzentration der Anstrengung darauf notwendig, durch das Bild dieser Welt hindurch die einige, die ganze Natur lenkende Kraft auszumachen. - Wissen die Religionen etwas von der Existenz des sechsten Sinnesorgans? Gab es solche Fälle, dass ein religiöser Mensch, sagen wir, irgendein Priester, sich mit der Kabbala beschäftigte und dabei Priester blieb? Derjenige, der beginnt, sich mit der Wissenschaft der Kabbala zu befassen, findet sich plötzlich ohne jegliche Konventionen, Bräuche, Sitten dieser Welt wieder, weil er beginnt, in sich dieses Sinnesorgan (den Punkt im Herzen) zu entwickeln, das in keiner Weise mit dieser Welt, sondern nur mit dem Schöpfer selbst verbunden ist. Und daher entdeckt dieser Mensch für sich, dass keine Bräuche, Religionen, Glaubensrichtungen, Bezug zum Schöpfer selbst und zur Verbindung mit Ihm haben, sondern von Menschen für psychologischen Komfort, Gefühl von Sicherheit, Rechtfertigung der eigenen Existenz und Einführung minimaler moralischer Prinzipien der menschlichen Existenz (des menschlichen Zusammenlebens) erschaffen wurden. Doch andererseits glaubt die Kabbala, dass jeder Mensch im Maße seines inneren Bedürfnisses, sogar wenn er Kabbala studiert, noch Bedarf an irgendwelchen Bräuchen verspüren kann. Die Kabbala reißt ihn keineswegs davon los, sondern umgekehrt, empfiehlt sie ihm, seinen Traditionen zu folgen, bis er ein Fehlen der Notwendigkeit an ihnen verspürt. Darüber hinaus begrüßt die Kabbala die Ausführung von Traditionen und Gesetzen der Erziehung, weil sie glaubt, dass sie dem Menschen helfen, in der Phase seines Studiums kabbalistischer Regeln organisierter zu sein, bis schließlich die Empfindung des Schöpfers, der höheren Welt, den Menschen lehren wird, absolut richtig zu denken und zu handeln. - Geburt und Tod - wie erklärt die Kabbala diese Begriffe? Was geschieht mit dem Menschen, wenn er stirbt, siedelt seine Seele dann in einen anderen Körper um oder gelangt sie in die Hölle oder ins Paradies? Die Geburt und der Tod unseres Körpers sind nicht mehr als seine biologischen Zustände. Natürlich sterben bei dem Tod des Körpers seine fünf Sinnesorgane gemeinsam mit ihm, und es verschwindet die Empfindung „dieser Welt". Ursprünglich existiert zwar das sechste Sinnesorgan in jedem von uns, auch im Leben eines gewöhnlichen Menschen, aber es existiert bloß in Form eines „Punktes", in einem rudimentären Zustand (nur in Form eines Reschimo), ohne etwas in sich zu empfinden. Nach dem Tod des Körpers, sobald die Wahrnehmung in den fünf Sinnesorganen schwindet, sichert der Punkt des sechsten Sinnes die Empfindung des Befindens in der Wurzel, im Schöpfer, bis zu ihrer nächsten Einhüllung in einen biologischen Körper mit seinen fünf Sinnesorganen- der nächsten Geburt in dieser Welt. Wenn aber der Mensch im Laufe seines Lebens das sechste Sinnesorgan entwickelt, beginnt er bereits während seines Lebens, die höhere Welt darin wahrzunehmen, und identifiziert sich soweit damit, dass der Tod des Körpers von ihm lediglich als Verschwinden aus seiner Empfindung eines unbedeutenden Satzes an niedriger Information wahrgenommen wird. Die spirituelle Entwicklung ist sowohl im Körper, als auch außerhalb von ihm möglich. Hölle und Paradies sind Zustände, die von demjenigen empfunden werden, der den Schöpfer erkennt: Hölle - völlige Entfernung vom Schöpfer, und Paradies - völlige Verschmelzung mit dem Schöpfer. - Was ist ein Schutzengel? Wenn ein Mensch beginnt, die Leiter der Korrektur zum Schöpfer zu erklimmen, dann werden ihm seine neuen Eigenschaften, die Information, das Licht erklärt, man sagt ihm, wie er handeln muss, es wird ihm alles durch den höheren Parzuf erklärt, der Mensch wird geführt.
Das wird als Schutzengel bezeichnet. Siehe den Artikel "Der Eselantreiber" aus dem Buch Sohar (mein 8. Buch) über das Beispiel der Hilfe im spirituellen Aufstieg durch eine fremde höhere Seele. Alle Ihre Fragen reichen nur bis zum Eingang in die höhere Welt. Und dann wird die Seele selbst Sie führen, weil der Weg der Finsternis enden wird.
- Wann siedelt die Seele in einen anderen Körper um, im Moment der Befruchtung oder im Moment der Geburt? Eine Seele ist ein Gefäß (Verlangen, Wunsch, Wille) der Schöpferähnlichkeit, welches sich aus dem Punkt entwickelt hat. Der Punkt des Strebens nach Schöpferähnlichkeit existiert innerhalb aller Wünsche des Menschen, die als „Wünsche des Herzens" oder einfach als „Herz" bezeichnet werden. Daher wird der Punkt selbst als der „Punkt im Herzen" bezeichnet. Wenn der Mensch, indem er die kabbalistische Methodik nutzt, den Punkt bis zu den Maßen eines minimalen Gefäßes der Schöpferähnlichkeit entwickelt, dann beginnt er, das höhere Licht darin zu verspüren, die Anwesenheit des Schöpfers. Insgesamt gibt es fünf Stufen der Entwicklung des Gefäßes einer Seele: 0- 1- 2- 3- 4, und dementsprechend kleidet sich in das Gefäß Licht ein, Empfindung des Schöpfers: Nefesch - Ruach - Neschama - Chaja - Jechida. Auf diese Weise zieht in einen Menschen, der sich in dieser Welt befindet und der das sechste Sinnesorgan bis zur minimalen Größe entwickelt hat, eine Seele ein. - Überschreitet die Seele zwischen ihren Reinkarnationen von Körper zu Körper den Machsom? Der Machsom ist eine gedachte Grenze zwischen der Empfindung nur in den fünf Sinnesorganen, der Empfindung „dieser Welt", und der Empfindung im sechsten Sinnesorgan, der Empfindung der „höheren Welt". Die Überquerung des Machsoms stellt das Ereignis des Erwerbs eines minimalen Gefäßes der Seele und eines minimalen, sie erfüllenden Lichtes, der Empfindung des Schöpfers - des Lichts Nefesch dar. - Warum sagen Sie, dass man spirituelle Kategorien nicht mit irdischen Begriffen erklären kann, man kann doch alles mit Worten erklären? Mit irdischen Worten kann man nur Erscheinungen erklären, die diese Worte entstehen lassen. Für jede unserer Empfindungen finden wir ein passendes Wort, um die Empfindung auszudrücken. Wenn es jedoch für diese Empfindung nichts analoges in unserer Welt gibt, gibt es auch keine Bezeichnung dafür. Daher kann das, was im sechsten Sinnesorgan verspürt wird, nicht durch Worte unserer Welt zum Ausdruck gebracht werden. Um die äußere Form ihrer Empfindungen der höheren Welt wiederzugeben, benutzen die Kabbalisten die „Sprache der Zweige": da aus der höheren Welt die Kräfte hinabsteigen, die unsere ganze Welt entstehen lassen und alles darin Geschehende bestimmen, benutzen die Kabbalisten Namen der Objekte und Vorgänge unserer Welt für die Bezeichnung von Objekten und Vorgängen der höheren Welt. Das Problem besteht darin, dass es beim Lesen von kabbalistischen Texten scheint, als würden wir eine Erzählung von unserer Welt lesen, während die Kabbalisten die höhere Welt meinen. Solange wir aber nicht selbst in die Empfindung der höheren Welt eintreten, werden wir nicht herausfinden, welche Objekte und Vorgänge Kabbalisten meinen. Wozu sollen wir dann kabbalistische Texte lesen? Nur um höheres, korrigierendes Licht auf uns zu ziehen. - Existieren tatsächlich solche Phänomene wie Verhexung, böser Blick, Verdammnis, Aura, Hexen, Engel usw.? Weil alle Seelen Teile eines allgemeinen Systems - einer einzigen Seele sind, die als Adam bezeichnet wird, sind sie in der Lage, einander durch ihr gegenseitiges Verhältnis zu beeinflussen. Daraus entstanden auch die Begriffe von Verhexung, bösem Blick, Verdammnis, Segen, spiritueller Hilfe. In der spirituellen Welt gibt es genauso wie in unserer alle Teile der Natur: unbelebt, pflanzlich, tierisch und den Menschen. Sie alle sind in ihrem Wesen spirituelle Kräfte ohne Gestalt und Form. Dementsprechend sind ihre Bezeichnungen: unbelebt - Eichalot (Räume/Paläste/Anwesen), pflanzlich - Levushim (Verkleidungen), tierisch - Malachim (Engel), Mensch - Neschamot (Seelen). Nur in unserer Welt gibt es eine Kraft, eine Eigenschaft, die in einen Körper eingekleidet ist. In der spirituellen Welt sind alle Objekte und Vorgänge in ihrem Wesen Kräfte ohne jegliche Gestalt. - Ist Kabbala irgendwie mit anderen spirituellen Richtungen verbunden? Die Kabbala war niemals und in keiner Weise mit jeglichen mystischen, religiösen, „spirituellen" Bewegungen verbunden, weil sie eine Wissenschaft über die Natur der höheren Welt ist, die sich im Maße der Entwicklung im Menschen eines sechsten Sinnesorgans - des Schirms offenbart. Das Mittel der Erforschung ist der Schirm. Die Methodik der Erforschung ist die Wissenschaft der Kabbala. Das untersuchte Objekt ist der Schöpfer oder die höhere Welt, was das Gleiche ist. Die Wahrnehmung des Schöpfers bezeichnen wir als die Empfindung der höheren Welt oder auch als Welten, spirituelle Stufen - Grade der Wahrnehmung des Schöpfers. Oder noch genauer: überhaupt alles, was wir verspüren, ist nichts anderes als die Wahrnehmung des Schöpfers in unserem Kli - dem Willen. Sogar bevor der Mensch einen Schirm erlangt, nimmt er den Schöpfer in Gestalt dieser Welt wahr. Daher wird eine solche Empfindung als „verhüllt" bezeichnet. - Gibt es einen Unterschied zwischen der Kabbala und anderen spirituellen Strömungen und Konfessionen? Alle - außer der Wissenschaft der Kabbala - beschäftigen sich mit dem Studium der menschlichen Psyche, mit Methoden, von deren Anwendung zur Erreichung von einem größeren psychologischen Komfort. Nur die Kabbala beschäftigt sich mit der Offenbarung des Schöpfers durch den Menschen, setzt nur das als ihr Ziel, und keineswegs die Verbesserung des egoistischen Zustandes des Menschen in dieser Welt, in diesem Leben. - Man sagt, dass die Tarotkarten ihren Anfang in kabbalistischen Quellen nehmen, ist das wahr? In der Kabbala werden nie und nirgends solche Mittel angewandt. Die Kabbala selbst verbietet jegliche Wahrsagerei, Beschäftigung mit Vorhersagungen. Das widerspricht der Art der Forschungsweise eines Kabbalisten, der eben selbst, freiwillig, die Augen für alles verschließt, um das höhere Kli zu erlangen - Bina, Geben, dem Wissen zuwider. Gerade aufgrund der Verneinung der Enthüllung kommt es zur Enthüllung. - Menschen, die einen klinischen Tod erlebt haben, sagen, dass sie einen Korridor sehen, Licht etc? Was geschieht mit dem Menschen, wenn er stirbt, gelangt er etwa ins Paradies oder in die Hölle? Nach dem Tod, d.h. nachdem man aufhört, Information durch die fünf körperlichen Sinnesorgane zu empfangen, bleibt zur Verfügung des „Ich" (Malchut) des Menschen nur die Wahrnehmung durch einen Punkt - die Eigenschaft von Bina. Diese minimale Wahrnehmung des Spirituellen, ein Gefühl des Befindens in seiner Wurzel, dem Schöpfer, gleicht einem Punkt. Zu diesem Zustand strömt die Wahrnehmung nach dem Austritt aus der Wahrnehmung in den fünf irdischen Sinnesorganen. Man muss anmerken, dass ein Kabbalist, indem er aus dem Punkt ein Gefäß entwickelt, darin höheres Licht empfängt - eine Empfindung, die milliardenfach größer ist als bei denjenigen, die einen klinischen Tod erleben, und zwar eine bewusste, stetige, lenkbare Empfindung. - Die Begriffe von gut und böse aus der Sicht der Kabbala? Wie bewertet die Kabbala das Böse, welches in unserer irdischen Welt begangen wird, und welches sich in Gutes verwandelt, wenn zum Beispiel ein Mensch, der böswillig eine Mücke tötet, die Welt von Malaria befreit, ohne selbst davon zu wissen? Das Gute ist die Eigenschaft des Schöpfers, Geben, Genussschenkung (möglicherweise nicht in unserem egoistischen Verständnis). Das Böse ist alles, was den Eigenschaften des Schöpfers entgegengesetzt ist, alles, was den Menschen daran hindert, die Eigenschaften des Schöpfers zu erreichen. Gutes und Böses, das in unserer Welt begangen wird, wird unbewusst ausgeführt, kraft von oben eingegebener Eigenschaften. Dafür verfügt kein Mensch über Willensfreiheit. Daher gelten auch alle „guten" Taten, wie die Befreiung der Menschheit von Malaria, nicht als Taten eines Menschen, sondern als Handlungen des Schöpfers. Das Tun des Menschen beginnt mit der Verwirklichung der Willensfreiheit, wenn der Schöpfer den Menschen darauf hinweist, wie dieser sich an Ihn annähern kann, und der Mensch bereit ist, sich in dieser Richtung zu bemühen - siehe Artikel „Freier Wille". - Existiert in der Kabbala Gebet? Der Appell, der Ruf zum Schöpfer um Hilfe, und nur um den Erhalt der Kraft, die Absicht für sich zu empfangen in die Absicht für den Schöpfer zu geben zu verwandeln, stellt ein wirksames, effektives spirituelles Gebet dar. Alle Wünsche eines jeden Weltbewohners, aller Geschöpfe: der leblosen, pflanzlichen, tierischen Stufe, der Menschen gehen zum Schöpfer hinaus, und jeder davon bekommt eine Antwort. Doch die Antwort auf das Gebet um die Annäherung an den Schöpfer ist milliardenfach stärker, weil nur sie dem Schöpfungsplan entspricht. Die übrigen Gebete gleichen der Bitte an den Schöpfer, das Böse zu beseitigen, welches eben Er zufügt. Es ist klar, dass es nicht solche Verhältnisse sind, die dafür gedacht sind, das Schöpfungsziel zu sein. - Warum will der Schöpfer dem Geschöpf Genuss schenken? Ist das etwa ein Mangel des Schöpfers? Der Wille, dem Geschöpf Genuss zu schenken, resultiert nicht aus einem Mangel im Schöpfer, sondern eben aus Seiner Ewigkeit und Vollkommenheit. Nur in einem Vollkommenen entsteht der Gedanke an das Geben, und zwar im gleichen unendlichen Maße wie Er selbst. - Worin besteht die Verbindung zwischen unserer Welt und den höheren Welten, wo ist der Platz der Kabbala in dieser Struktur? Der Mensch nimmt die Umgebung durch seine 5 Sinnesorgane wahr. Die Wahrnehmungen werden aufsummiert, mit den bereits im Gedächtnis vorhandenen verglichen und zeichnen im Bewusstsein des Menschen das Bild der Welt. Alles, was sich außerhalb der Sinnesorgane befindet, wird nicht wahrgenommen. Wenn ein Mensch andere Sinnesorgane hätte, würde er die Welt um sich herum anders wahrnehmen. Man kann auch durch Signale jedes Bild im Gehirn des Menschen erstellen, welches er als Wirklichkeit wahrnehmen wird. Zweifellos nehmen andere Organismen die Welt anders wahr. - Wie ist die Welt außerhalb von uns? Eine Frage kann es nur im Bezug auf den konkreten Betrachter geben. Eine Welt, die von niemandem wahrgenommen wird, heißt „Er Selbst an Sich" (Azmuto). Eine andere Bezeichnung gibt es nicht, weil Er selbst nicht wahrnehmbar ist. Nachdem der Mensch einen sechsten Sinnesorgan entwickelt, nimmt er darin höhere Information wahr, die Gründe für alles Geschehen in dieser Welt. Daher bezeichnet er die Entdeckung der Gründe für das Geschehende als die „höhere Welt". Indem man sich gleichzeitig in der Empfindung beider Welten befindet, kann man Verbindungen zwischen Welten erforschen, wie und auf welche Weise die höhere Welt die unsere lenkt, wie die Lenkungssignale hinabsteigen. Das Studium dieser Abhängigkeiten und Verbindungen stellt den Studiumsgegenstand der Wissenschaft der Kabbala dar. - Wenn wir das Prinzip „Glaube über dem Verstand" betrachten, entsteht die Frage: beginnt solch ein Prinzip für den Menschen zu gelten, der auf einer hohen Stufe der spirituellen Entwicklung steht, oder gilt es für jeden? Wenn wir den zweiten Fall betrachten, dann wird der Begriff von Wissenschaft auf die Stufe von Religion mit ihren vorschreibenden Normen herabgesenkt, und wo bleibt Platz für das Experiment? Glaube über dem Verstand - gemeint ist, wenn sich dem Menschen die höhere Stufe mit ihren altruistischen Bedingungen offenbart, die seinen wahren Eigenschaften widersprechen, so kann er diese Stufe nur erklimmen, wenn er die Kraft gegen seinen Egoismus erlangt - den Glauben über dem Verstand. Der Glaube ist die Kraft der Erhebung nach oben. Der Verstand ist die Kraft der egoistischen Berechnung. Das Experiment und die Willensfreiheit bleiben dem Menschen. Der Mensch hat die Freiheit der Suche nach Kräften zur spirituellen Erhebung. - Was geschah mit Eva, als Adam zerbrach? Adam und Eva: Adam sind die neun ersten Sfirot, gleich unseren körperlichen fünf Sinnesorganen, und Eva ist das Verlangen (der Wille), die zehnte Sfira, die von Adam empfängt, ähnlich unserem Verlangen, welches Erfüllung von den fünf Sinnesorganen bekommt. Adam und Eva sind zwei Komponenten eines einzigen Geschöpfes, der Seele. Im ursprünglich erschaffenen Zustand befanden sie sich in Schöpferähnlichkeit, im Geben, doch sie verloren diese Eigenschaften und fielen in die Eigenschaft „Empfangen für sich". Außerdem zerbrachen sie in viele Teile, von welchen jeder in seinem Aufbau dem Prototyp gleicht. In jedem Mensch befindet sich ein Teil der allgemeinen Seele, und jeder ist verpflichtet, seinen Teil zu korrigieren. Die Korrektur läuft auf die Vereinigung aller Teile zu Einem in ihrem ursprünglichen gemeinsamen Wunsch und Absicht hinaus. Da die Vereinigung gegen den Willen geschieht, steigern die unternommenen Anstrengungen die Empfindung der Schöpferähnlichkeit von einem Punkt bis zum Maß des Schöpfers. D.h. die wiederhergestellten Adam und Eva werden hinsichtlich ihrer Größe und Eigenschaft gleich dem Schöpfer, der sie erschuf. - Gemäß der Kabbala findet die Geburt der Seele im Geschöpf im Prozess des Erwerbs neuer Eigenschaften statt. Wie kann man daran anknüpfend die Struktur des Geschöpfes „vor seiner Geburt" charakterisieren? Was stellt der Mensch dar, ist er ein gewisser seelenloser Mechanismus, eine Maschine mit vorgegebenem Programm? Vor der Einhüllung in Wünsche der irdischen Stufe und in den irdischen Körper stellt die Seele einen Punkt im Schöpfer dar. Nachdem er in körperliche Wünsche hinabsteigt, bekommt dieser Punkt die Möglichkeit, auf die Größe des Schöpfers anzuwachsen. Die Vergrößerung des Verlangens geschieht mittels des Anschlusses an den Punkt der Wünsche (Verlangen) der Umgebung. Das ist nur im Maße der Liebe zu den umgebenden Menschen möglich. Auf diese Weise werden gleichzeitig Wünsche und Absichten erworben - ein geeignetes und schöpferähnliches Gefäß - Wunsch für den Erhalt des höheren Lebens. Außer diesem Punkt ist alles andere im Menschen nicht mehr als ein Mechanismus, der nach vorgegebenen Parametern funktioniert, ohne jegliche Willensfreiheit. - Gedanken als Äußerung des Schöpfers im Menschen und als Folge der Veränderung der Zustände: ist hier Platz für Freiheit des Geschöpfes oder ist es Privileg des Schöpfers? Gedanken, Wünsche, Handlungen - sie alle sind von unseren inneren Eigenschaften vorherbestimmt, die in jedem Zustand durch das spirituelle Gen (das Reschimo) und äußere Bedingungen realisiert werden. Die Willensfreiheit besteht nur in der Veränderung der Umgebung. Doch dieser Umgebung ist der Mensch vollkommen unterworfen. D.h. nach der Wahl der Umgebung ist er bereits ihr Sklave....nach oben 8.) Naturwissenschaft & Medizin: - Kabbala und Hypnose: gibt es irgendeine Verbindung, und wenn nein, wie argumentieren Sie, wie kann ich das wissen? Die Wissenschaft der Kabbala ist die Methodik der individuellen Erschließung der Welt, in welcher wir alle existieren. Die Studierenden empfangen das Wissen aus einer Quelle, tauschen sich über ihre Empfindungen aus, prüfen sie an sich in unterschiedlichen Lebenssituationen im Alltag. Die Kabbala verpflichtet den Menschen, verheiratet zu sein, eine Familie zu unterhalten, zu arbeiten, seine Bürgerpflichten zu erfüllen, seinen Umgangskreis nicht einzuschränken, sich nicht zurückzuziehen, sondern eben diese Welt als eine annehmen, die speziell dazu erschaffen wurde, um „aus ihr heraus" zu den eigenen Empfindungen die Empfindung der höheren Welt hinzufügen. - Verfügen Kabbalisten über irgendwelche übernatürlichen Kräfte? Ein Kabbalist erhält von oben die Kraft der Beherrschung des eigenen Willens. In den Maße, wie ein Kabbalist fähig ist, seine Wünsche in Übereinstimmung mit dem höchsten Gesetz des Universums zu nutzen, der Eigenschaft des Gebens, empfängt er in seine korrigierten Wünsche die höhere Information und die Erfüllung mit Genuss. - Können Kabbala und Kabbalisten Menschen von unterschiedlichen Krankheiten heilen? Kabbala ist per Definition eine Methodik der Offenbarung des Schöpfers an einen Menschen, der in dieser Welt lebt. Im Maße der Enthüllung der höheren Welt, erfüllt sich der Kabbalist mit höherem Licht, welches Kraft, Gesundheit, Wohl bringt. Im Speziellen benutze ich diese Methode in meiner Heilpraxis. Doch da alle Menschen miteinander verbunden sind, ist ein Kabbalist bis zur kompletten Korrektur aller Menschen und bis alle vollständig Vollkommenheit und Ewigkeit erreichen, „krank" für die Anderen, und leidet somit, obwohl er eigentlich selbst gesund sein sollte, mit allen anderen, weil er deren Teil ist. - Die Wissenschaft der Kabbala studiert die Erkenntnis des Höheren, den Schöpfer, die höhere Kraft - ist das etwas Konkretes, verfügt das über eine Form und Wohnort, kann man es mit fünf Sinnesorganen wahrnehmen - sehen, anfassen etc.? Wir verfügen von Geburt an über fünf Sinnesorgane: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten. Das, was wir in unseren Sinnesorganen wahrnehmen, bezeichnen wir als „Unsere Welt". Was nicht in den Empfindungsbereich gerät oder nicht von Geräten erfasst wird, welche die Bandbreite eines jeden Organs erweitern, nehmen wir nicht wahr und wissen noch nicht einmal, was uns denn zu einem vollständigen Bild unserer Umgebung fehlt. Alles andere, was wir nicht wahrnehmen, was aber außerhalb von uns existiert, wird von einem zusätzlichen Sinnesorgan erfasst. Dieses zusätzliche Sinnesorgan wird als Wurzel von allem, was wir in den fünf Sinnesorganen wahrnehmen, oder als Schöpfer bezeichnet. Die Empfindungen im sechsten Sinnesorgan, welches als Schirm und reflektiertes Licht bezeichnet wird, gleichen nicht dem, was in den fünf Sinnesorganen empfunden wird. Es ist unmöglich, jemandem, der das nicht wahrnimmt zu erklären, was das ist, oder unter unseren Wahrnehmungen etwas zu finden, was dieser Empfindung gleichen würde. Der Schöpfer wird also nur im zusätzlichen Sinnesorgan empfunden, und kann daher nicht von uns als über Maße, Gestalt, Gewicht, Farbe, Geschmack, Dichte usw. verfügend bewertet werden. Die Aufgabe der Wissenschaft der Kabbala besteht darin, im Studierenden ein zusätzliches Empfindensorgan zu entwickeln und ihm beizubringen, dieses richtig zu benutzen. Die Empfindung in diesem Organ wird als spirituell oder spirituelles Leben bezeichnet. Die Besonderheit des zusätzlichen Organs besteht darin, dass obwohl der Mensch es entwickelt, während er diese Welt wahrnimmt, die Empfindungen selbst keineswegs von den Empfindungen in den fünf Sinnesorganen abhängen, und der Mensch sich vom Körper und den fünf Sinnesorganen lösen und dabei in seiner Empfindung im sechsten Sinnesorgan bleiben kann. - Kann der Mensch die Zukunft, Vergangenheit sehen? Wenn nicht, wie erklären Sie dann, dass Wahrsagerinnen, Zauberer manchmal richtig die Zukunft vorhersagen? Oder dass aus prophetischen Schriften, sagen wir, aus der Bibel - alles sich erfüllt hat und erfüllt? Ein Kabbalist ist keineswegs ein Wahrsager. Tatsächlich können viele in unserer Welt richtig die Zukunft vorhersagen. Tiere fühlen eine lange Zeit vor Naturereignissen ihr Kommen. Menschen, die der Zivilisation fern leben, verschärfen ihre im Vergleich zu anderen Menschen übersinnlichen Empfindungen soweit, dass sie vergangene und zukünftige Ereignisse „sehen". Es sind auch Phänomene wie das von Wolf Messing bekannt. Die Kabbala behauptet, dass überhaupt alle Bilder des in der Zeit Stattfindenden gleichzeitig existieren und sich nur auf der Zeitachse vor uns entwirken. Doch es ist möglich, sich über die Zeit zu erheben, und dann werden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wie Ereignisse bei der Ansicht eines Filmstreifens wahrgenommen, entlang dessen wir mit dem Blick beliebig gleiten können, und dabei Bilder von bereits Beschlossenem betrachten. Kabbala spricht davon, dass wir die Ereignisse und ihre Reihenfolge nicht verändern können, weil das in unserem spirituellen Gen (Reschimo) aufgezeichnet ist. Doch wir können unsere Einstellung zum Geschehen verändern, und diese verändert auf grundlegende Weise unsere Wahrnehmung der Ereignisse, von „dramatisch" zu „freudig". Doch ein Kabbalist versucht nie das Geschehen zu sehen, sondern im Gegenteil, indem er sich von den Ereignissen selbst löst, erhebt er sich über sie in seiner Einstellung zu ihnen wie zur absolut guten Lenkung des Schöpfers, indem er jedes Ereignis als vom Schöpfer kommend annimmt, mit dem Zweck, ihn selbst zur Ewigkeit und Perfektion zu führen, gerade indem er in sich eine Einstellung zu Ereignissen entwickelt, die dem Verhältnis des Schöpfers zu ihm adäquat ist (Chafez Chesed). - Gibt es Leben auf anderen Planeten, Galaxien? Weiß die Kabbala etwas davon? Die Kabbala behauptet, dass es im Universum kein anderes vernünftiges zielgerichtetes Wesen außer dem Menschen gibt. Alles ist nur für den Menschen erschaffen, um ihn auf die Stufe des Schöpfers zu erheben. Die Aufgabe des Menschen in der Schöpfung besteht seinerseits darin, den ihm gegebenen freien Willen zu nutzen, um das vom Schöpfer festgesetzte Ziel mittels der freiwilligen oder aber der gezwungenen Korrektur zu erreichen (auf dem Weg der Kabbala oder auf dem Weg der Leiden). - Die Kabbala sagt, dass auf anderen Planeten nur tierische und pflanzliche Natur existiert. Woher weiß sie das - fliegen die Kabbalisten etwa dorthin? Die Existenz aller Arten des Lebens im Rahmen unseres Universums ist möglich, bis hin zu Wesen, die uns verstandesgemäß und biologisch gleichen, bis auf unser spirituelles Wesen, den Punkt im Herzen, das Embryo der Seele, das Gefäß der Schöpferähnlichkeit - das gibt es nur im Menschen auf dem Planet Erde. - Warum schläft der Mensch, was ist der Schlaf, was geschieht mit dem Menschen während er schläft? Alle Eigenschaften, Vorgänge, Zustände in den spirituellen Welten spiegeln sich in materiellen Objekten unserer Welt wie in ihrer materiellen Kopie wieder. In der höheren Welt kann sich eine Seele in geringer („kleiner") Erfüllung durch Licht (der Zustand von Katnut) und in großer Erfüllung durch Licht (der Zustand von Gadlut) befinden. Der kleine Zustand (Katnut) unterteilt sich wiederum in einen „embryonalen" Zustand, die „Stillzeit" und die „Halbwüchsigkeit". Der große Zustand (Gadlut) unterteilt sich in die Zustände von „Reife" und das „Greisenalter". In jedem dieser Zustände gibt auch den Zustand des Schlafes - eine zeitweilige Ausstoßung der Hauptmasse des Lichts aus der Seele. Dabei „schläft" die Seele wegen des Mangels an Licht sozusagen ein. - Welchen Unterschied gibt es zwischen der Kabbala und der gewöhnlichen Psychoanalyse? Alles, was erkannt wird, ist zuverlässig für alle anderen Erkennenden, kann aufgeschrieben und von jedem reproduziert werden, der über die gleichen Möglichkeiten, den Schirm verfügt. Die Psychoanalyse beschäftigt sich mit der Analyse von irdischen, zur Stufe unserer Welt gehörenden, natürlichen Eigenschaften des Menschen. Die Kabbala beschäftigt sich mit der Erlangung einer neuen, höheren Eigenschaft. - Erklärt die Kabbala auf irgendeine Weise solche Erscheinungen wie Telepathie, Bewegung im Raum während des Zustandes von Trance? Die Kabbala erklärt überhaupt nichts von den berühmten phänomenalen Zuständen von „Trance", „Übergang in eine andere Welt", „Bewegung im Raum" etc. Die Kabbala beschäftigt sich nur mit der Erforschung des Schöpfers und der Methodik der Annäherung, der Verschmelzung mit Ihm mittels der Angleichung der Eigenschaften der Seele an die Eigenschaften des Schöpfers. Als Kabbalist halte ich all diese Erscheinungen für nichts weiter als psychologisch, psychosomatisch, innere Erregungen und Erlebnisse des Menschen, doch für keineswegs reell existierend. - Wie kann man sich Unvorstellbares vorstellen: Zeit, Raum? Die Zeit verschwindet bei der Überschreitung der Lichtgeschwindigkeit, der höchsten in unseren Welt. Die Zeit in der höheren Welt ist die Anzahl von stattgefundenen Ereignissen. So meinen zum Beispiel 6000 Jahre 6000 konsequente Handlungen. Der Raum ist der Wille. Er kann leer oder voll sein, fehlen, entstehen. - Die Wissenschaft der Kabbala betrachtet nicht die Prozesse und Erscheinungen unserer Welt, sie beschreibt die Struktur höherer Welten. Und dennoch: auf welche Weise ist eine Anwendung kabbalistischer Kenntnisse in unserer Welt möglich? Die Wissenschaft der Kabbala beschreibt konsequente Veränderungen, die in unserer Welt mit dem Menschen stattfinden, der unter dem Einfluss des allgemeinen Gesetzes des Universums steht, welches auf ein einziges Ziel ausgerichtet ist - den Menschen zur Schöpferähnlichkeit zu führen. Die Wirkung dieses Gesetzes auf den Menschen in Abhängigkeit von der Entwicklungsstufe des Letzteren wird als „Welt" bezeichnet. Weil im Willen des Menschen 5 Stufen des Verlangens existieren, unterteilt sich dementsprechend auch die Wirkung dieses allgemeinen Gesetzes von der Stufe der Unendlichkeit auf den Menschen in fünf Wirkungsgrade, die fünf Welten bilden. Das Studium, die Erkenntnis der Welten ist das Studium von der Entsprechung der Stufen des Willens, von der Wandlung dieses Willens und der Wirkung des allgemeinen Gesetzes darauf. Insgesamt gibt es fünf Welten, mit jeweils fünf Stufen und fünf Unterstufen, also insgesamt 125 Stufen. Die Beschreibung der Korrelation zwischen dem Menschen und dem Gesetz (dem Schöpfer) auf jeder Stufe, ist der Gegenstand des Studiums der Wissenschaft der Kabbala. Eine praktische Anwendung in unserer Welt hat die Kabbala nicht. Es ist unmöglich, mithilfe ihrer Kenntnisse etwas in dieser Welt zu verändern. Ein Mensch aber, der mit den Kenntnissen der Kabbala bewaffnet ist, verhält sich auf eine andere, richtige, nützliche Weise zu sich, der Gesellschaft, der Welt. Seine Handlungen sind effektiv. Seine Gedanken haben einen positiven Einfluss auf die Umgebung. Er stellt eine positive spirituelle Ladung der Gesellschaft dar, weil er in unsere Welt höheres Licht heranzieht, welches Überfluss, Wohl, Ruhe bringt. - Kann man die Wissenschaft der Kabbala für das einzige Instrument oder Mittel der Erkenntnis spiritueller Welten halten, für Menschen, die sich in den unteren Welten befinden? Zweifellos, weil sie das Wachstum des Willens nutzt - d.h. die Entwicklung des Instrumentes der Wahrnehmung des Universums. Das Wachstum des Verlangens der Stufe „tierisch", dann das Wachstum des Verlangens der Stufe „Mensch", und bis hin zu der Stufe, wenn der Mensch beginnt, die höhere Welt wahrzunehmen. Und weiter entwickelt die Methodik der Kabbala sein Verlangen bis hin zur Stufe „Schöpfer". Das Verlangen wird gemäß seinem Wachstum erfüllt, die Erfüllung des Verlangens wird analysiert - was eben die Empfindung und Erkenntnis des Zustandes, der Welt- Stufe darstellt, auf welcher sich der Mensch befindet. Die ganze Erkenntnis ist vollkommen analog der Erkenntnis unserer Welt durch die fünf Sinnesorgane, mit dem einzigen Unterschied, dass das Erkannte in einem zusätzlichen Organ erkannt wird, welches bewusst entwickelt wird - dem sechsten Sinnesorgan, genannt „Seele". - Wie zulässig ist es, Kabbala an Menschen zu unterreichten, die auf die Aufnahme dieses Materials nicht vorbereitet sind? Gemeint ist ein Kurs von Vorlesungen an Universitäten im Rahmen des Studienprozesses. Oder kann die Anwesenheit bei solchen Lektionen frei sein? Die Kabbalisten glauben, dass jeder ab dem Alter von 9 Jahren Kabbala studieren kann. Denn gerade ab diesem Alter beginnt der Mensch, sich die Frage nach sich selbst, nach der Welt, nach dem Sinn des Lebens zu stellen. Und die Kabbala beschäftigt sich gerade damit, dem Menschen diese Frage aufzudecken. Für die Enthüllung dieser Frage wird der Mensch in dieser Welt geboren, und solange er diese Frage nicht soweit enthüllt, dass er durch deren Enthüllung seine Seele erfüllt, ist er gezwungen, wiederholt in dieser Welt zu erscheinen, da die Enthüllung der Frage nach dem Sinn des Lebens, d.h. die Enthüllung des Schöpfers, unbedingt in der ganzen Höhe des Universums stattfinden muss, von der untersten - der unseren Welt, bis zur allerhöchsten, der Welt der Unendlichkeit, d.h. der unendlichen Offenbarung des Schöpfers.Für das Studium der Kabbala gibt es keinerlei Einschränkungen. Man kann sie unter jeden Bedingungen studieren, ohne jegliche vorherige Vorbereitung, unabgängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Bildung. An einigen Universitäten wird bereits der Unterricht der Wissenschaft der Kabbala als eines zusätzlichen, fakultativen und offiziellen Fachs praktiziert. An einigen Universitäten Israels gibt es eine Fakultät der Kabbala. - In der Wissenschaft der Kabbala heißt es, dass wir nicht mit unseren tierischen Wünschen arbeiten können, mit Hilfe wovon können wir dann in der Fortbewegung zum Spirituellen arbeiten? Unsere natürlichen körperlichen Wünsche können nur von unseren fünf Sinnesorganen Information empfangen. Indem wir sie nutzen, unterscheiden wir uns kaum von den Tieren: nur indem wir in etwas höherem Maße diese Welt wahrnehmen - das für uns und für die Tiere gleiche Volumen des Universums. Daher werden die fünf Sinnesorgane, über die sowohl wir als auch die Tiere verfügen, als „tierisch" bezeichnet. Eine qualitative Unterscheidung, d.h. die Erhebung auf die nächste Stufe der Wahrnehmung des Universums, des Schöpfers, findet mit dem Erwerb des sechsten Sinnesorgans statt. Die Information, die in diesem Organ empfangen wird, wird als spirituell bezeichnet. Gerade indem man diesen Empfänger der höheren Wahrnehmung entwickelt, bewegt man sich in der spirituellen Welt fort. Seine Unterscheidung von den fünf natürlichen Organen besteht darin, dass es sich zwar genauso wie bei den fünf ursprünglichen Sinnen um den Wunsch nach Erfüllung handelt, er aber den Willen darstellt, sich mit der Empfindung des Schöpfers, mit dem höheren Genuss zu erfüllen. Das Wichtigste dabei ist, dass dieser Wunsch nur unter der Bedingung von seiner Schöpferähnlichkeit, d.h. in Form des Gebens entwickelt und erfüllt werden kann. Im Endeffekt wird der Mensch, indem er den Wunsch, den Schöpfer zu genießen, mit der Absicht „für den Schöpfer" nutzt, dem Schöpfer qualitativ gleich, erkennt in Gänze das gesamte Universum, erklimmt die höchste Stufe seiner Existenz - d.h. erkennt nicht nur die äußere Natur, wobei er seine fünf natürlichen Sinnesorgane und die Wissenschaften dieser Welt nutzt, sondern er verändert sich selbst - wird zu deren höchstem Teil, wie der Schöpfer. - Wenn man das Pyramidenprinzip anschaut: der Mensch häuft Basiswissen für das Voranschreiten in den Wissenschaften an. Muss er sie vollkommen abwerfen (annullieren) oder werden sie ihm helfen (Ganzheitsprinzip)? Die Wissenschaften dieser Welt helfen dem Menschen im Allgemeinen in der Entwicklung des zusätzlichen Sinnesorgans und in dessen richtiger Anwendung. Indem er eine neue Welt im neuen Sinnesorgan erkennt, vergleicht der Mensch seine neuen Erkenntnisse mit den Erkenntnissen in dieser Welt und verfolgt klar die Analogien zwischen erhaltenen Daten, bis hin zu dem, dass er sieht, wie die beiden von ihm erkannten Welten parallel sind und die Unterscheidung lediglich in ihrem Material besteht, und alles, was es in der höheren Welt gibt, in Form der Folge, als Zweig von seiner Wurzel, in die untere Welt hinabsteigt. - Kann man sagen, dass in diesem Moment in der Kabbala ein langfristiges Experiment durchgeführt wird, und wir Teil dieses Experiments sind? Die Wissenschaft selbst führt keine Experimente durch. Experimente werden in der Wissenschaft von Wissenschaftlern durchgeführt. In der Kabbala führt der Kabbalist Versuche durch, doch sie werden von ihm persönlich und nur an sich durchgeführt, weil er sich nicht auf die inneren Empfindungen der restlichen Geschöpfe beziehen kann. Die Kabbala ist eine Wissenschaft von der inneren, individuellen Erkenntnis durch den Menschen, des wahren, uns umgebenden Universums, des allgemeinen Gesetzes des Schöpfers. Aber die ganze Menschheit bewegt sich ständig kraft dieses einzigen Gesetzes zu dem von ihm im Voraus bestimmten Ziel - den Menschen auf die höchste Stufe zu führen, indem es ihm Möglichkeiten zur freien, selbstständigen und bewussten Entwicklung bietet: im Gegensatz zu dem, wie wir uns in allem Anderen entwickeln - unbewusst historisch, ungelenkt, nach vor uns verhüllten Wegen. Und das, weil wir in unserer irdischer Entwicklung über keinerlei Willensfreiheit verfügen, und das allgemeine Gesetz daher auf uns einwirkt, ohne uns zu fragen. Und wir, scheinbar die höchsten Geschöpfe des Alls, sind gezwungen, während wir uns auf erniedrigende Weise unserer Jämmerlichkeit vor ihm bewusst sind, seine konsequenten Formen auf uns zu nehmen. Eine vollkommen andere Entwicklung des Menschen in der Erkenntnis des Höheren ist die vollkommen bewusste, offene, selbstständige, durch den Menschen selbst auf jeder Etappe seiner Entwicklung definierte. Soweit, dass der Mensch sich sozusagen selbst erschafft. Und solch eine Teilnahme an der Entwicklung seiner Selbst muss jeder Erdbewohner in einem seiner Leben erreichen. Man kann das, was mit unserer Welt, unserem Universum, der Menschheit geschieht, nicht als Experiment bezeichnen, weil es vonseiten der höheren lenkenden Kraft der Natur in unserem Verhalten nichts gibt, was nicht von vorn herein bekannt wäre. Unsererseits aber müssen wir durch unsere Versuche und Anstrengungen unser spirituelles Wachstum erwirken, anders werden wir uns das sechste Organ nicht in der Praxis aneignen und werden nicht dessen würdig, in vollem Maße die Ewigkeit und Vollkommenheit zu spüren, die uns dessen Erfüllung bringt....nach oben 9.) (Virtuelle) Gruppe: - Wir sind mit der spirituellen Gruppe verbunden, lernen aber alleine. Wie kann die virtuelle Gruppe uns unterstützen, wenn wir abfallen? Die Zeiten machen überhaupt nichts aus. Wichtig ist, dass wir alle dasselbe Material lernen und nicht jeder, was er will. Man kann zusätzlich etwas Anderes lernen. Lernt man jedoch mit der Gruppe gemeinsam am gleichen Tag, mehr oder weniger dieselben Sachen oder einen Teil der Sachen, so ist man mit allen zusammen. Man ist im selben Fluss. Man lebt von denselben Gedanken, in denselben Verlangen von allen. Das ist sehr wichtig. Es ist praktisch so, als würden wir alle gemeinsam sitzen und gemeinsam lernen. Ebenfalls wichtig ist, ob man sich mit allen verbinden möchte. Denn leider sehen wir viele Leute und manchmal auch Gruppen, die aus dem Rahmen der Verbindung mit uns austreten. Selbst wenn sie irgendetwas mit uns gemeinsam lernen, möchten sie sich trotzdem nicht einbringen. Sie möchten sich nicht mit allen vermischen. Das ist ein Problem. Dieses Problem hatten wir vor kurzem auch mit Amerika und wir hörten auf, sie zu spüren. - Wenn ich über meine negativen Zustände nicht sprechen kann und die Größe des Zieles geben muss. Wie kann ich dies tun und wie bekomme ich Unterstützung von der Gruppe? Nein, das ist eine Handlung, über die ich nicht erzählen muss. Soll jeder zur Gruppe kommen und über seine Störungen sprechen? Das ist alles eine innere Arbeit des Menschen. Wir lernen dasselbe Material, d.h. dieselben Schriften, Artikel, Briefe. Wir streben, wir urteilen über unseren allgemeinen Zustand, den wir haben und es ist sehr wichtig, dass wir alle daran Anteil haben. Das bedeutet gemeinsames Lernen und es macht nichts aus, ob dieses gemeinsame Lernen in Südamerika erst in 6-7 Stunden praktiziert wird. Wenn sie sich verbinden wollen, reicht es aus, dass sie mehr oder weniger am selben Tag mit uns einen gewissen Teil der Lehre, vielleicht auch das Ganze, lernen. Wenn jemand jedoch zwar zuhören, aber sich nicht verbinden will, hat er nicht diese Unterstützung, bei der er der Gruppe gibt und die Gruppe ihm gibt, selbst wenn er zeitgleich mit uns ist oder sogar hier vor Ort im Unterricht sitzt. Dann bedeutet dies, dass er einfach nur eine Weisheit lernt und nicht Tora lernt. Hier kann man den Unterschied zwischen Tora und Weisheit verstehen. Tora bedeutet, dass du gemeinsam mit der Gruppe bist und lernst, um sich mit ihr zu verbinden, um zur Nächstenliebe zu gelangen, zur Liebe der Geschöpfe und darauf basierend dann zur Liebe des Schöpfers. Das bedeutet, dass du Tora lernst, denn du lernst, um das Licht anzuziehen, das dich zur Quelle zurückführt, damit es deine Absicht korrigiert. Aber wenn du sitzt und nicht daran denkst, so lernst du nicht die Tora. Du lernst wie alle anderen, aber für dich ist dieses Buch in diesem Augenblick nicht die Tora. Das Material, das du nun beurteilst, ist für dich nicht die Tora. Da du keine Verbindung mit den anderen suchst, nennt man dies nur Weisheit. Aus diesem Grund entfernt dich dieses Studium von der Korrektur und es transformiert sich zur Todesdroge. D.h. nicht jeder, der die heiligen Bücher öffnet, lernt die Tora und wir müssen das entsprechend den Resultaten sehen. Es gibt Menschen, die Jahrzehnte lernen und die dadurch nur egoistischer werden. Woher kommt das? Die Tora müsste eigentlich korrigieren, aber sie haben nicht Tora gelernt, von Anfang an nicht. Daher haben sie sich nicht selbst korrigiert. - Was ist Leben und Freude in der Arbeit? Leben und Freude in der spirituellen Arbeit bedeutet Freude von der Mitzva, wenn der Mensch erfreut ist, dass er dem Geben näher kommt und das bedeutet, dass jenes Licht, das ihn füllt, das Licht der Anheftung, das Licht der Verschmelzung, das Licht der Nächstenliebe - nicht das Licht der Liebe, sondern das Licht der Nächstenliebe - ihm in seinen Kelim eine Füllung gibt. Denn wenn du mir das Licht der Nächstenliebe gibst, wird das für mich eine vollkommene Dunkelheit sein, die Dunkelheit Ägyptens. Denn ich möchte nicht die Nächstenliebe, sondern die Eigenliebe haben und du bringst mir jetzt das Licht der Nächstenliebe. Wird das für mich Freude sein? Das werden für mich enorme Leiden sein. - Wie wird der „Wille zu empfangen“ geboren? Was bedeutet es, sich zu verbinden und woher soll ich wissen, ob ich bereits mit den anderen verbunden bin? Ob ich mit den anderen verbunden bin weiß ich nur unter der Bedingung, wo ich mir selber vorstellen kann, sogar in einem kleinen Maß, in meinem Verstand, in einem Bildnis, dass ich mit ihnen verbunden bin und zwischen uns der Klebstoff die Höhere Kraft ist. Wenn wir uns ohne die Höhere Kraft verbinden, so ist dies keine Verbindung. Das ist eine Verbindung von Dieben. Die Verbindung unter uns kann nur sein, wenn die Höhere Kraft zwischen uns ist und uns verbindet. D.h. wir müssen die ganze Zeit darauf aufpassen, ob sich diese Kraft zwischen uns befindet oder nicht. Verschwindet diese Kraft von uns, so transformieren wir uns wieder zu Nüssen in einem Sack, der uns unfreiwillig zusammenhält. Wir müssen darauf achten, dass diese Verbindung nicht durch den Sack gegeben wird, der uns zusammenhält, sondern, dass diese Verbindung durch den Schöpfer hergestellt wird. Das ist die Kraft des Gebens, der Liebe, des Schenkens, ein dritter Parameter, etwas das nicht in uns ist. Das ist wie ein Zeuge, wenn wir in der Verbindung untereinander sind. - Ist das persönliche Gefühl des Schöpfers ein trügerisches Gefühl oder befindet sich der Schöpfer nur in der Gruppe? Sowohl als auch. Der Mensch durchläuft alle möglichen Zustände und jeder Zustand ist authentisch, denn er fühlt das so. Momentan fühlt er den Schöpfer so, als ob sich der Schöpfer in ihm befindet, in einer sensiblen Art und Weise. Das kann auch sein. Aber wenn der Mensch den Schöpfer authentisch wahrnehmen möchte und erfassen will, dann kann er ihn nicht erfassen, wenn er sich nicht vorstellt, dass er im Geben ist. Wobei das System des Gebens eigentlich das System der Seelen ist. Wir dürfen im Großen und Ganzen nicht vergessen, dass wir das Zerbrochene korrigieren. Das ist das, was wir lernen. Es gab ein Kli, Malchut de Ejn Sof oder Malchut de Azilut oder Malchut der Welt Nekudim oder Malchut de NeHY de Galgalta, ganz egal wie du es sagen möchtest. Und dieses Malchut trennte sich von Bina. Sie hat auf Zimzum Bet verzichtet, da sie dachte, sie könne Malchut de Zimzum Alef sofort und vollkommen korrigieren. Deshalb zerbrach sie. Wir lernen darüber, dass wir eigentlich nur in Bina handeln. Daher darf man nicht vergessen, dass die Korrektur die Rückkehr der Seelen zu einem Kli bedeutet, so wie sämtliche Kelim vor dem Zerbrechen der Kelim verbunden waren. Das Licht verbreitet sich eigentlich nur bis zu SHADAI. - Was bekommt der Mensch von der Gruppe, was bekommt er vom Schöpfer und wie sind die beiden Sachen miteinander verbunden? Der Mensch kann vom Schöpfer nicht mehr bekommen, als was er selbst bereit ist, der Gruppe zu geben. Denn eigentlich ist er der Übergang. Wenn wir sagen, „Von mir ist die ganze Welt abhängig und ich neige mich und die ganze Welt der Waagschale des Verdienstes zu. Ich möchte gebend sein wie der Schöpfer.“ Was gibt es in mir vom Schöpfer? Dieselben Teile des Gebers. Also gelange ich dann durch die Gruppe zum Schöpfer, d.h. der Mensch ist die Angleichung zwischen dem Schöpfer und der Gruppe und die Gruppe ist die Angleichung zwischen dem Menschen und dem Schöpfer. Daher ist das alles wie Eins und der Mensch kann nicht mit der Gruppe verbunden sein, ohne dass der Schöpfer in der Mitte ist und wie ein Klebstoff alles verbindet. Das Resultat ist, dass alle diese drei Parameter wie eins sein müssen, denn ansonsten kann das nicht existieren. Niemand von ihnen kann ohne die beiden anderen existieren, so dass sie in einer gleichen Anteilnahme in der Verbindung sind. Das ist wie ein Dreieck....nach oben
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