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Wenn der Mensch sich an etwas gewöhnt, so wird dies für ihn zur Gewohnheit, und jede Gewohnheit wird für den Menschen zur zweiten Natur. Deswegen gibt es nichts, was der Mensch nicht verspüren könnte. Das heißt, auch wenn der Mensch für etwas noch keinerlei Empfindung verspürt, kann er durch die Gewohnheit zu einer Empfindung dafür gelangen.
Und man sollte wissen, dass es einen Unterschied zwischen den Empfindungen des Schöpfers und denen des Geschöpfes gibt. Bei den Geschöpfen unterscheidet man zwischen dem Spürenden und dem Verspürten, dem Erlangenden und dem Erlangten, das heißt es gibt jemanden, der ein gewisses Wesen wahrnimmt. Währenddessen ist eine Realität ohne Spürenden der Schöpfer selbst, denn das Wesen des Schöpfers ist nicht erfassbar. Der Mensch aber nimmt jedes Wesen durch die Empfindung wahr. Und die Wirklichkeit des Wesens ist für ihn in dem Maße wahr, wie er es fühlt, wie er dessen Geschmack empfindet. Das ist für ihn die Wahrheit. Wenn er in Wirklichkeit einen bitteren Geschmack verspürt, das heißt sich in irgendeinem Zustand schlecht fühlt, und daran leidet, so wird ein solcher Mensch in der spirituellen Arbeit als ein Sünder bezeichnet, weil er den Schöpfer anklagt, der gut ist, und nur Gutes tut. Entsprechend der Empfindung des Menschen jedoch, erhält er vom Schöpfer Entgegengesetztes, das heißt Schlechtes.
Von den Weisen wurde gesagt: „Die Welt wurde entweder für vollendete Sünder oder für absolute Gerechte erschaffen.“ Das bedeutet, dass er sich entweder gut in der existierenden Wirklichkeit fühlt, und dann den Schöpfer rechtfertigt und als Gerechter bezeichnet wird, oder er fühlt Schlechtes, und dann ist er ein Sünder. Folglich wird alles entsprechend den Empfindungen des Menschen gemessen. Diese Empfindungen haben nichts mit dem Schöpfer zu tun. Alle Verhüllungen und Veränderungen beziehen sich nur auf die Empfänger, und hängen von der Erkenntnis des Menschen ab.
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