Das Wort "Granatapfel" deutet an, was die Gerechten sagten,
dass sogar die Leere in dir mit Mizwot (Geboten) erfüllt ist, wie ein
Granatapfel mit Körnern. Und es steht geschrieben, dass das Wort
"Granatapfel" (Rimon) vom Wort "Erhabenheit",
"Erhebung" kommt (Romemut), was die Bedeutung des Glaubens
über dem Verstand darstellt, was meint, dass "Die Leere in dir von Mizwot
erfüllt ist, wie ein Granatapfel von Körnern". Das Maß der Erfüllung
entspricht der Fähigkeit, über dem Wissen zu handeln. Und das wird als Erhebung
(Aufstieg) bezeichnet.
Leere ist aber nur da, wo es kein Leben gibt (was in den Worten
verborgen ist - "die Erde hängt in der Leere"). Somit entspricht
das Maß der Erfüllung eines leeren Platzes dem, wie sehr sich der Mensch durch Glauben
über dem Wissen erhebt. Man soll also die Leere durch Erhebung mithilfe
des Glaubens über dem Wissen erfüllen. Und der Mensch soll den Schöpfer
darum bitten, ihm diese Kraft zu geben, und das bedeutet, dass keine Leere
erschaffen wurde, d.h. sie wird dem Menschen nicht gegeben, damit er sich
leer fühlt, sondern damit er sie mit der Größe des Schöpfers erfüllt, also
damit er alles mit dem Glauben über dem Verstand annimmt. Es steht
geschrieben: "Und der Schöpfer tat, dass alle Ihn fürchten würden".
Mit anderen Worten, wenn diese leeren Gedanken zum Menschen kommen, dann hat
das zum Zweck, dass er das Bedürfnis bekommt, den Glauben über dem Wissen
(Glauben über dem Verstand) auf sich zu nehmen. Und dazu ist Hilfe des
Schöpfers von Nöten, der Mensch muss den Schöpfer also darum bitten, dass Er
ihm die Kraft geben möge, Glauben über dem Wissen zu fassen. Somit wird
der Mensch gerade dann die Hilfe des Schöpfers benötigen- denn der äußere
Verstand zeichnet ihm ein entgegengesetztes Bild. Deswegen bleibt dem Menschen
kein anderer Ausweg, als den Schöpfer darum zu bitten, ihm zu helfen. Und davon
steht geschrieben: "Der Egoismus des Menschen besiegt ihn jedes Mal, und
wenn der Schöpfer ihm nicht helfen würde, würde er nichts tun können". Folglich
tritt erst dann der Zustand ein, in dem der Mensch versteht, dass niemand außer
dem Schöpfer ihm helfen kann. Und das bedeutet - "Der Schöpfer machte,
dass man Ihn fürchten würde". Die Ehrfurcht ihrerseits bedeutet Glauben,
denn nur dann braucht der Mensch die Rettung des Schöpfers.