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"Erhaben ist der Schöpfer, und der Niedere
(Erniedrigte) wird sehen" (Psalmen, 138:6). Wie kann es eine Angleichung
an den Schöpfer geben, wenn der Mensch ein Empfänger und der Schöpfer ein Geber
ist? Davon spricht der Vers: " Erhaben ist der Schöpfer, und der Niedere
(Erniedrigte) wird sehen" Wenn der Mensch sich annulliert, so folgt
daraus, dass er keinerlei Macht hat, die ihn vom Schöpfer zu trennen vermag.
Dann wird er "sehen", d.h. er wird des Lichtes Mochin de- Chochma gewürdigt. "Und der Stolze (Hohe) wird von ferne kennen" (ebd.), doch
wenn der Mensch stolz ist, also über eine Macht von Selbstschätzung verfügt, dann
entfernt er sich, weil es an Angleichung mangelt.
"Erniedrigung" bedeutet nicht, dass der Mensch
sich vor Anderen erniedrigt- in solch einem Fall ist die Rede von
Bescheidenheit, und der Mensch fühlt in dieser Arbeit Perfektion. Sondern
Erniedrigung bedeutet, dass die Welt ihn verachtet. Gerade zu der Zeit, wenn
die Menschen verachten, bedeutet dies Erniedrigung, und dann fühlt er keinerlei
Perfektion. Denn so ist das Gesetz: die Menschen wirken durch ihre Meinung auf
den Menschen ein. Daher fühlt er sich vollkommen, wenn die Menschen ihn
respektieren; und derjenige, den die Menschen verachten, fühlt sich erniedrigt.
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