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Shamati 40: Vertrauen in den Lehrer, was ist das Maß PDF Drucken E-Mail

Es ist bekannt, dass es einen rechten Pfad und einen linken Pfad gibt. Rechts kommt vom Wort Glaubender (oder: Rechter, da im Hebräischen gleiche Wurzel, Anm. Übersetzer), was sich auf das Vers bezieht: "Und er glaubte an den Herrn". Targum sagt: rechter, wenn der Rav (Lehrer) zum Schüler sagt, er solle den rechten Pfad nehmen.

Rechts wird normalerweise "Vollkommenheit" genannt, und links- "Unvollkommenheit", weil dort Korrekturen fehlen. In diesem Zustand muss der Schüler den Worten seines Lehrers glauben, der ihm sagt, dass er in der rechten Linie wandern soll, als "Vollkommenheit" bezeichnet.

Was ist die "Vollkommenheit", in welcher der Schüler wandern soll? Soll man sich etwa ausmalen, man wäre bereits des vollständigen Glaubens an den Schöpfer würdig geworden, und fühle bereits in seinen Organen, dass der Schöpfer die Welt in Form von "Gut und Gutes tuend" führt, also dass die ganze Welt nur Gutes von Ihm bekommt.

Doch, wenn man sich selbst anschaut, so sieht der Mensch, dass er arm und bedürftig ist. Außerdem sieht er, wenn er die Welt beobachtet, dass die ganze Welt gequält ist, jeder in seinem Maß.

Dazu muss der Mensch sagen: "Sie haben Augen und sie sehen nicht". "Sie" bedeutet, dass solange der Mensch unter mehreren Obrigkeiten steht - "sie" genannt - sie nicht die Wahrheit sehen. Was sind die mehreren Obrigkeiten? Solange der Mensch zweierlei Wünsche hat, sogar wenn man glaubt, dass die ganze Welt dem Schöpfer gehört, aber etwas auch dem Menschen gehört.

Tatsächlich muss der Mensch seine Obrigkeit vor der Obrigkeit des Schöpfers annullieren und sagen, dass er nicht für sich selbst leben möchte, und dass der einzige Grund, warum er existieren will, jener ist, um dem Schöpfer Zufriedenheit zu bringen. Dadurch annulliert also der Mensch seine eigene Obrigkeit vollkommen, und dann findet er sich in einer einzigen Obrigkeit vor, und zwar der des Schöpfers.

Nur dann kann der Mensch die Wahrheit sehen, wie der Schöpfer die Welt durch das Attribut der Güte führt. Solange man jedoch unter mehreren Obrigkeiten verharrt, also wenn man immer noch sowohl im Verstand als auch im Herzen zweierlei Wünsche hat, ist man unfähig, die Wahrheit zu sehen. Stattdessen sollte der Mensch über den Verstand gehen und sagen: "Sie haben Augen", doch sie sehen die Wahrheit nicht.

Folglich, wenn der Mensch sich selbst betrachtet, und wissen möchte, ob er im Aufstieg oder in einem Fall begriffen ist, so kann er das ebenfalls nicht wissen. Das bedeutet, dass der Mensch denkt, dass er in einem Abstieg begriffen ist, und auch das falsch ist, da er jetzt in einem Zustand des Aufstiegs sein könnte, also indem er seinen wahren Zustand sieht, wie fern er von der Heiligen Arbeit ist. Er ist also nun der Wahrheit näher gekommen.

Es könnte auch umgekehrt sein, dass der Mensch fühlen wird, dass er in einem Zustand der Erhebung begriffen ist, während er in der Tat gerade vom Empfangen für sich selbst gelenkt wird, Abstieg genannt.

Nur derjenige, der bereits unter einer einzigen Obrigkeit steht, kann die Wahrheit erkennen und wissen. Der Mensch muss also der Meinung seines Lehrers Vertrauen schenken und glauben, was sein Lehrer ihm sagt. Das bedeutet, dass der Mensch tun soll, wie sein Lehrer ihm sagte, obwohl er viele Argumente sieht, und viele Lehren sieht, die mit der Meinung seines Lehrers nicht Hand in Hand gehen.

Nichtsdestotrotz muss der Mensch der Meinung seines Lehrers Vertrauen schenken und sagen, dass das, was er versteht, und was er in anderen Büchern sieht, was mit der Meinung seines Lehrers nicht übereinstimmt, muss der Mensch sagen, dass solange er unter mehreren Obrigkeiten steht, er die Wahrheit nicht verstehen kann. Der Mensch kann nicht sehen, was in anderen Büchern geschrieben steht, die Wahrheit, die sie aussagen, wie es bekannt ist, dass wenn der Mensch noch nicht gereinigt ist, Thora für ihn zu einer tödlichen Droge wird.

Warum heißt es "Jener, der nicht würdig wurde, für ihn wird die Thora zu einer tödlichen Droge"? Das ist, weil alle Lehren, die der Mensch lernt oder hört, ihm keinerlei Nutzen bringen werden, um ihn fähig zu machen, das Stadium des Lebens verliehen zu bekommen, welches Dwekut (wörtli. Anheftung) an das Lebensleben ist. Ganz im Gegenteil wird der Mensch dem Lebensleben immer ferner, da alles, was er will, nur für die Bedürfnisse des Körpers ist, genannt "Empfangen für sich".

Das gilt als Trennung, das heißt, dass der Mensch durch seine Taten in weitere Entfernung vom Lebensleben rückt, und das wird tödliche Droge genannt, da ihm dies Tod und nicht :Leben bringt. Das bedeutet, dass man dem Geben noch ferner wird, welches als "Übereinstimmung der Eigenschaften mit dem Schöpfer" bezeichnet wird, mittels "Wie Er barmherzig ist, so sollst auch Du barmherzig sein".   

Wir sollten auch wissen, dass wenn der Mensch mit der Rechten beschäftigt ist, es an der Zeit ist, die Höhere Fülle zu erweitern, da "der Gesegnete haftet sich an den Gesegneten an". Mit anderen Worten, da der Mensch nun im Zustand der Vollkommenheit ist, "gesegnet" genannt, befindet er sich im Moment in Übereinstimmung der Form, da das Zeichen für die Vollkommenheit darin besteht, dass der Mensch in Freude ist. Anderenfalls gibt es keine Vollkommenheit.

Es ist, wie unsere Weisen sagten: "Die Göttlichkeit bleibt nur aus Freude einer Mizwa". Die Bedeutung ist, dass die Mizwa der Grund dafür ist, warum es dem Menschen Freude bringt, also dass der Lehrer ihm sagte, er solle die rechte Linie nehmen.

Es folgt, dass der Mensch die Anweisungen des Lehrers befolgt, dass ihm eine bestimmte Zeit zugewiesen ist, um in der Rechten zu wandern, und eine bestimmte Zeit, um in der linken zu wandern. Die linke wiederspricht der rechten, da links bedeutet, dass der Mensch für sich selbst kalkuliert, und beginnt zu prüfen, was er bereits in der Arbeit des Schöpfers erworben hat, und sieht, dass er arm und bedürftig ist. Wie kann er also in Vollkommenheit sein?

Wie dem auch sei geht der Mensch aufgrund der Anweisung des Lehrers über seinen Verstand. Es folgt, dass seine gesamte Vollkommenheit auf über dem Verstand aufbaut, und das wird Glaube genannt. Das ist die Bedeutung von "An jedem Ort, wo Ich der Grund dafür bin, dass Mein Name erwähnt wird, werde ich zu ihnen hinzukommen und sie segnen". "An jedem Ort" meint, obwohl der Mensch noch keines Segens würdig ist, nichtsdestotrotz, gab Ich Meinen Segen. Das ist, da du Platz kreierst, also einen Platz (Ort) von Freude, an welchem das Höhere Licht weilen kann.  

 
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