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Shamati 57: Wird ihn Seinem Willen opfern PDF Drucken E-Mail

Über den Vers: "Wird ihn Seinem Willen opfern" forderten die Weisen: "Man soll ihn schlagen, bis er sagt: Ich will". Wir müssen auch verstehen, was wir im Gebet sagen: "Es möge der Wille sein", denn mehr als ein Kalb saugen möchte, möchte die Kuh stillen, warum sollen wir also beten: "Es möge oben der Wille sein"?

Es ist bekannt, dass um an sich Fülle von Oben heranzuziehen, der Mensch ein Erwachen von unten vorausschicken soll. Wir müssen verstehen, warum wir ein Erwachen von unten brauchen, aufgrund welches wir darum beten, dass es einen Willen von oben geben möge. Das bedeutet, dass wir einen Willen von oben erwecken müssen, um unten Einfluss zu üben, denn es ist noch nicht genug, dass wir einen Wunsch haben, sondern es muss auch vonseiten des Gebers ein guter Wille vorhanden sein. Auch wenn der allgemeine Wunsch besteht, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, erwartet Er dennoch unseren Wunsch, Seinen Wunsch zu erwecken.

Mit anderen Worten, wenn wir unfähig sind, Seinen Wunsch zu erwecken, so ist dies ein Zeichen dafür, dass der Wunsch aufseiten des Empfängers noch immer unvollendet ist. Gerade durch das Beten dafür, dass es einen Willen von Oben geben möge, wird daher unser Wunsch zu einem gediegenen Verlangen gemacht, zu einem passenden Kli (Gefäß), um die Fülle zu empfangen. 

Gleichzeitig müssen wir sagen, dass alles, was wir tun, ob schlecht oder gut, alles sich von oben ausbreitet (was die Bedeutung von persönlicher Führung ist), dass der Schöpfer alles tut. Doch zur gleichen Zeit müssen wir unsere schlechten Taten bedauern, obwohl sich auch das von oben ausbreitet.

Der Verstand zwingt uns dazu, nicht zu bedauern, sondern das Urteil zu rechtfertigen, dass wir schlechte Taten verdienen. Gleichwohl ist das Gegenteil der Fall: wir müssen bedauern, dass es uns nicht erlaubt wird, gute Taten zu vollbringen, was zweifellos Folge der Bestrafung ist, d.h. dass wir unwürdig sind, dem König zu dienen.

Wenn jede Sache gelenkt wird, wie können wir dann sagen, dass wir unwürdig sind, wenn unten keine Handlung stattfindet? Dafür wurden uns schlechte Gedanken und Wünsche gegeben, die uns von der Arbeit des Schöpfers fernhalten, sodass wir nicht würdig sind, Ihm zu dienen. Aus diesem Grunde gibt es darauf ein Gebet, dass dies der Ort der Korrektur ist, um würdig und fähig zu sein, die Arbeit des Königs zu empfangen.

Nun können wir sehen, wie, wenn es ein Gebet für irgendeinen Kummer gibt, dieser Kummer als eine Bestrafung gekommen sein muss, und Bestrafungen müssen Korrekturen sein, da es eine Regel gibt, dass die Bestrafung eine Korrektur ist. Wie beten wir also zum Schöpfer, dass er unsere Korrekturen wegnehmen möge?

Unsere Weisen sagen über den Vers: "Dann muss dein Bruder beschämt sein vor deinen Augen", usw. Man muss wissen, dass das Gebet den Menschen sogar mehr korrigiert, als eine Bestrafung. Wenn also ein Gebot am Ort der Bestrafung erscheint, wird die Bedrängnis aufgehoben, und stattdessen wird das Gebet eingesetzt, um den Körper zu korrigieren.

Das ist die Bedeutung von dem, was unsere Weisen sagten: "Wurde gewürdigt (hatte verdient), [dann] durch die Thora; wurde nicht gewürdigt (hatte nicht verdient), [dann] durch Bedrängnis (Leiden)". Wir müssen wissen, dass der Weg der Thora ein erfolgreicherer Weg ist, der mehr Nutzen bringt als der Weg des Leidens. Das, weil die Kelim (wörtl. Gefäße), die geeignet sein werden, um das Höhere Licht zu empfangen, weiter sind, und Dwekut (wörtl. Anheftung) an Ihn ernten können.

Das ist die Bedeutung von: "Er wird geschlagen, bis er sagt: Ich will". Das bedeutet, dass der Schöpfer sagt: Ich will die Taten der Unteren.

Die Bedeutung des Gebets besteht in dem, was unsere Weisen sagten: "Der Schöpfer sehnt sich nach dem Gebet der Gerechten", wenn durch das Gebet die Kelim angepasst werden, damit der Schöpfer später die Fülle schenken kann, da es ein geeignetes Kli gibt, um die Fülle zu empfangen.



1 Das Wort "Lehakriv" hat im Hebräischen zwei Bedeutungen: "als Opfer darbringen" und "nahe bringen". Die Übersetzung könnte also auch heißen: "Wird ihn Seinem Willen nahe bringen". Anm. Übersetzer

 
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