| Shamati 8: Unterschied zwischen dem Schatten der Kdusha und dem Schatten der Sitra Achra |
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Es steht geschrieben: „Bis der Tag kühl wird und die Schatten schwinden." (Hohelied 2;17) Und man muss verstehen, was der Schatten in der spirituellen Arbeit bedeutet und was das für ein Schatten ist. Und zwar wird die Zeit, in welcher der Mensch noch nicht die Wirklichkeit der Höheren Lenkung spürt, welche die Welt durch die Eigenschaft „Gut und Gutes tuend“ lenkt, als ein Schatten definiert, welcher die Sonne verbirgt.
Und siehe, der Schatten der Klipa heißt: „Ein anderer Gott ist unfruchtbar und kann keine Früchte tragen“, während die Heiligkeit (Kdusha) heißt: „Seinen Schatten begehrte ich und in ihm saß ich, und süß ist mir Seine Frucht“, das heißt er sagt, dass alle Verhüllungen und Leiden, die er verspürt, aus dem Grunde kommen, dass der Schöpfer ihm diese Zustände schickte, damit er eine Möglichkeit haben würde, Arbeit über dem Wissen zu verrichten. Und wenn er erkennen kann, dass der Schöpfer für ihn all diese Gründe in die Wege leitete - ist es zum Wohl des Menschen, das heißt dadurch kann er zur Arbeit um des Gebens Willen gelangen. Dann gelangt der Mensch zum Bewusstsein, dass der Schöpfer aus eben dieser Arbeit Genuss schöpft, die vollkommen über dem Wissen aufgebaut ist. Folglich bittet der Mensch dann in seinen Gebeten den Schöpfer nicht darum, dass die Schatten aus der Welt verschwinden würden, sondern er sagt dann: „Ich sehe, dass der Schöpfer wünscht, dass ich Ihm in dieser Form diene, die über dem Wissen ist“. Und wenn dem so ist, sagt er: „Natürlich hat der Schöpfer Genuss an dieser Arbeit, und was interessiert es mich dann, dass ich im Zustand der Verhüllung seines Angesichts arbeite“ – da er um des Gebens Willen arbeiten möchte, um dem Schöpfer Genuss zu bereiten. Dadurch schätzt der Mensch diese Arbeit nicht gering - und er willigt in die Lenkung des Schöpfers ein, er tut so, wie der Schöpfer will - dass der Mensch die Wirklichkeit des Schöpfers während der spirituellen Arbeit verspüren soll. Anders gesagt willigt der Mensch mit dem Herzen und mit der Seele ein, die Realität des Schöpfers während der Arbeit so zu verspüren, wie Er es will; denn der Mensch schaut nicht darauf, woraus er Genuss schöpfen kann, sondern darauf, woran der Schöpfer Genuss haben kann - daraus folgt, dass dieser Schatten ihm Leben bringt. Es heißt: „Seinen Schatten begehrte ich“, das heißt, er begehrt einen solchen Zustand, in dem er sein Wissen überwinden kann. Wenn sich der Mensch also nicht anstrengt, im Zustand der Verhüllung, in dem er noch eine Möglichkeit hat, zu beten, dass der Schöpfer ihn an sich annähert, und es vernachlässigt, so wird ihm eine zweite Verhüllung geschickt, in welcher er nicht einmal mehr beten kann. Grund dafür ist das Vergehen, dass er sich nicht angestrengt hat, aus allen Kräften zum Schöpfer zu beten; daher gelangt er zu einem solch niederträchtigen Zustand. Doch nachdem er zu diesem Zustand gelangt, erbarmt man sich Oben seiner, und gibt ihm wieder eine Erweckung. Und wieder beginnt der gleiche Ablauf, bis der Mensch sich schließlich im Gebet festigt, und der Schöpfer sein Gebet erhört, und der Schöpfer ihn an sich annähert und ihn zur Quelle zurückbringt. |
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